Teufelin
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Teufelin
- Worttrennung
- Teu·fe·lin
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Teufelin
- Plural
- die Teufelinnen
Gebrauch: Abwertende Bezeichnung für eine als sehr böse oder grausam beurteilte Frau.
Definition · kurz erklärt
Eine Teufelin wird als sehr böse oder grausam bewertet. Das Nomen ist abwertend und enthält einen starken Vorwurf. Eine Beschreibung sollte daher zeigen, wer dieses Urteil äußert und welches Verhalten damit gemeint ist.
Bedeutungen
Eine Frau sehr böse oder grausam nennen
Das Wort charakterisiert eine Person stark negativ. Es ist keine sachliche Bezeichnung für jede Frau, die eine unangenehme Entscheidung trifft. In einer Erzählung kann es zur Sicht einer einzelnen Figur gehören, der der weitere Text widerspricht.
„Im Märchen nennt ein Reisender die Schlossherrin eine Teufelin: Sie hält die einzige Brunnenkurbel absichtlich vor den durstigen Gästen verborgen und lacht über deren vergebliche Bitte um Wasser.“
Das bewusst verursachte Leid und ihre Reaktion darauf erklären das starke Urteil innerhalb der erfundenen Szene. Ein bloß versperrter Brunnen ohne diesen Zusammenhang würde den Vorwurf noch nicht tragen.
Synonyme: andere Wörter für Teufelin
Das Urteil genauer beschreiben
sehr böse Frau · grausame Frau · mitleidlose Frau
Grausam richtet den Blick auf das zugefügte Leid. Mitleidlos hebt fehlendes Mitgefühl hervor. Teufelin fasst die Person in einer starken bildhaften Abwertung zusammen und kann dadurch weiter gehen als die Beschreibung einer einzelnen Handlung.
„Sie verweigert das Wasser, um die Gäste leiden zu sehen“ nennt das Verhalten konkret. „Sie ist eine Teufelin“ macht daraus eine pauschale Personenwertung.
Eine Charakterisierung sollte den Schritt von der beobachteten Handlung zum allgemeinen Urteil begründen.
Beispiele und Verwendung
Die Perspektive benennen
„Der Reisende schimpft über die Teufelin im Schloss; die Erzählerin erläutert anschließend, welche Bitte sie absichtlich abgeschlagen hat.“
Das Nomen gehört zuerst zur Rede des Reisenden. Die folgende Handlungsschilderung erlaubt eine genauere Prüfung seines Urteils.
Eine strenge Grenze nicht gleichsetzen
„Die Wirtin verweigert den Gästen einen nächtlichen Besuch im verschlossenen Archiv; ein Gast nennt sie deshalb eine Teufelin.“
Die Beschimpfung zeigt seinen Ärger. Ohne weitere Hinweise auf Bosheit oder Grausamkeit wäre die sachlich begrenzte Zutrittsregel noch kein ausreichender Beleg dafür.
Grammatik und Beugung
Es heißt die Teufelin. Der Genitiv Singular lautet der Teufelin, ohne Genitiv-s.
Die Mehrzahl heißt die Teufelinnen, im Dativ den Teufelinnen. Ein zusätzliches n wird nicht angehängt.
Die Tabelle zeigt das feminine Personenwort in der hier erklärten abwertenden Bedeutung. Die Bedeutung einer anderen Bezeichnung aus der Wortfamilie ist nicht schon eine zusätzliche Kasusform oder Lesart von Teufelin.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Teufelin | die Teufelinnen |
| Genitiv | der Teufelin | der Teufelinnen |
| Dativ | der Teufelin | den Teufelinnen |
| Akkusativ | die Teufelin | die Teufelinnen |
Schreibweise und Worttrennung
Die Worttrennung lautet Teu·fe·lin. Das eu bleibt in allen Formen erhalten. Das Nomen wird großgeschrieben; das verwandte Adjektiv teuflisch gewöhnlich klein.
