Veränderung
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Veränderung
- Worttrennung
- Ver·än·de·rung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Veränderung
- Plural
- die Veränderungen
Definition · kurz erklärt
Veränderung bedeutet, dass etwas nicht so bleibt, wie es zuvor war. Das Wort kann den Vorgang des Anderswerdens und den entstandenen Unterschied bezeichnen. Eine Veränderung ist deshalb nicht automatisch ein Fortschritt.
Bedeutungen
Ein Zustand geht in einen anderen über
Eine Veränderung kann sich langsam entwickeln oder durch einen gezielten Eingriff entstehen. Betroffen sein können Menschen, Gegenstände, Abläufe oder gesellschaftliche Verhältnisse. Der frühere Zustand ist der Vergleichspunkt.
„Die Veränderung der Arbeitsabläufe dauerte mehrere Wochen.“
Hier steht der Vorgang im Mittelpunkt. Der Satz nennt eine Dauer; er bewertet noch nicht, ob die neuen Abläufe besser funktionieren.
Ein Unterschied ist eingetreten
Auch das Ergebnis heißt Veränderung: etwas, das gegenüber dem bisherigen Zustand anders geworden ist. Mehrere konkrete Unterschiede können als Veränderungen gezählt werden.
„Auf dem neuen Plan sind drei Veränderungen gegenüber der ersten Fassung markiert.“
Gemeint sind drei erkennbare Unterschiede. Die Zahl bezieht sich auf die markierten Stellen, nicht auf die Dauer der Überarbeitung.
Synonyme: andere Wörter für Veränderung
Eine konkrete Überarbeitung benennen
Änderung · Anpassung · Überarbeitung
Änderung passt zu einem Plan, Text oder Termin. Anpassung nennt eher das Ausrichten auf eine bestimmte Anforderung. Eine Veränderung kann dagegen auch ohne bewusst handelnde Person eintreten.
„Die Veränderung des Textes betrifft den Schluss.“ → „Die Überarbeitung des Textes betrifft den Schluss.“
Überarbeitung hebt die Arbeit am Text hervor. Dasselbe Wort wäre für die Veränderung einer Wolkenform meist unpassend.
Eine Entwicklung beschreiben
Wandel · Entwicklung · Umbruch
Wandel eignet sich für das Anderswerden von Lebensweisen oder Einstellungen. Umbruch betont einen tiefen Einschnitt. Nicht jede kleine Veränderung ist deshalb schon ein Umbruch.
„Die Veränderung der Lebensweise wurde über Jahre sichtbar.“ → „Der Wandel der Lebensweise wurde über Jahre sichtbar.“
Der längere Zeitraum macht Wandel hier passend. Das Ersatzwort ist keine Aussage darüber, ob die Entwicklung gewünscht war.
Beispiele und Verwendung
Veränderung und Bewertung trennen
„Die Veränderung des Schulwegs verkürzte zwar die Strecke, machte aber einen zusätzlichen Umstieg nötig.“
Der Satz nennt zwei Folgen. So wird die Bewertung nachvollziehbar, statt das Wort Veränderung pauschal mit Verbesserung gleichzusetzen.
Den Auslöser zusätzlich nennen
„Nach dem Umzug bemerkte sie eine Veränderung ihrer Gewohnheiten: Sie ging häufiger zu Fuß.“
Die Gewohnheit und der Zusammenhang werden konkret. Wer auch den Grund erklären will, muss ihn zusätzlich benennen; er steckt nicht schon in Veränderung.
Grammatik und Beugung
Das feminine Substantiv heißt die Veränderung, im Genitiv der Veränderung. Der Plural lautet die Veränderungen. Im Singular bleibt die Wortform in allen vier Fällen gleich; im Plural wird -en angefügt.
Mit Veränderung an einem Text wird häufig die bearbeitete Stelle hervorgehoben. Veränderung eines Zustands nennt das, was anders wird. Welche Ergänzung passt, richtet sich nach der Aussage.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Veränderung | die Veränderungen |
| Genitiv | der Veränderung | der Veränderungen |
| Dativ | der Veränderung | den Veränderungen |
| Akkusativ | die Veränderung | die Veränderungen |
Schreibweise und Worttrennung
Veränderung wird als Substantiv großgeschrieben. Die Worttrennung lautet Ver·än·de·rung.
