Verkündung
Form & Grammatik
Substantiv- Stichwort
- Verkündung
- Worttrennung
- Ver·kün·dung
- Artikel
- die
- Geschlecht
- Femininum
- Genitiv
- der Verkündung
- Plural
- die Verkündungen
Definition · kurz erklärt
Verkündung ist das öffentliche Bekanntmachen von etwas, etwa einer Entscheidung, eines Ergebnisses oder einer wichtigen Nachricht. Das Wort betont den Akt des Mitteilens an eine Öffentlichkeit.
Bedeutungen
Etwas öffentlich bekanntmachen
Bei einer Verkündung wird eine Information ausdrücklich mitgeteilt. Die Formulierung wirkt oft feierlich, förmlich oder auf einen besonderen Anlass bezogen. Das Wort allein entscheidet nicht darüber, ob die Nachricht erfreulich ist oder welche Folgen sie hat.
„Die Verkündung des Wettbewerbsergebnisses fand nach der letzten Darbietung statt.“
Mitgeteilt wurde ein Ergebnis. Die Verkündung ist hier der Bekanntgabezeitpunkt, nicht schon die vorherige Entscheidung der Jury.
Synonyme: andere Wörter für Verkündung
Den Mitteilungsakt sachlich benennen
Bekanntgabe · Bekanntmachung · Mitteilung
Bekanntgabe ist häufig die sachlichere Alternative. Mitteilung ist weiter gefasst und muss nicht an eine größere Öffentlichkeit gerichtet sein. Verkündung kann einen betonten oder feierlichen Ton haben.
„Alle warteten auf die Verkündung des Ergebnisses.“ → „Alle warteten auf die Bekanntgabe des Ergebnisses.“
In diesem Zusammenhang bleibt die zentrale Aussage gleich. Der förmliche Klang wird schwächer.
Eine Ankündigung davon unterscheiden
Ankündigung · Veröffentlichung · Ausrufung
Eine Ankündigung richtet sich oft auf etwas, das noch geschehen soll. Veröffentlichung betont die Zugänglichmachung, etwa in einem Text. Ausrufung passt nur zu bestimmten Erklärungen und Zuständen.
„Die Verkündung des Siegers beginnt um fünf.“ → „Die Bekanntgabe des Siegers beginnt um fünf.“
Ankündigung des Wettbewerbs wäre eine andere Nachricht: Sie würde nicht schon den Sieger nennen.
Beispiele und Verwendung
Entscheidung und Bekanntgabe trennen
„Der Beschluss wurde am Vormittag gefasst; seine Verkündung folgte erst am Nachmittag.“
Die beiden Zeitangaben unterscheiden das Entscheiden vom öffentlichen Mitteilen. So bleibt klar, welcher Vorgang gemeint ist.
Den Stil bewusst wählen
„Nach der Verkündung der neuen Hausordnung konnten die Teilnehmenden Fragen stellen.“
In einem schlichten Bericht kann Bekanntgabe natürlicher klingen. Verkündung setzt einen stärkeren Akzent auf den förmlichen Mitteilungsakt.
Grammatik und Beugung
Das Wort ist feminin: die Verkündung. Der Genitiv lautet der Verkündung, der Plural die Verkündungen. Die vollständigen Formen stehen in der Tabelle.
Eine Ergänzung wie Verkündung des Ergebnisses nennt das Bekanntgemachte. Verkündung durch die Leitung nennt die mitteilende Stelle. Das Wort ist mit verkünden verwandt, aber selbst ein Substantiv.
| Fall | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Verkündung | die Verkündungen |
| Genitiv | der Verkündung | der Verkündungen |
| Dativ | der Verkündung | den Verkündungen |
| Akkusativ | die Verkündung | die Verkündungen |
Schreibweise und Worttrennung
Das Substantiv wird großgeschrieben. Die Worttrennung lautet Ver·kün·dung.
