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Wache

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Wache
Worttrennung
Wa·che
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Wache
Plural
die Wachen

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Eine Wache ist ein Dienst zur Bewachung, die damit beauftragte Person oder Gruppe oder deren Dienststelle. Der Zusammenhang zeigt, ob eine Tätigkeit, Menschen oder ein Ort gemeint sind.

Bedeutungen

Aufpassen und bewachen

Wache bezeichnet das Beobachten oder Aufpassen, durch das etwas kontrolliert oder geschützt werden soll. Im militärischen Zusammenhang ist damit der Wachdienst gemeint. Eine erfolgreich verhinderte Gefahr ist im Wort noch nicht zugesichert.

„Während die anderen schliefen, übernahm sie die Wache am Lager.“

Der Satz beschreibt ihre Aufgabe. Er sagt nicht, ob tatsächlich jemand kam oder eine Gefahr bestand.

Eine Person oder eine Gruppe

Auch die mit dem Bewachen beauftragte Person oder Mannschaft heißt Wache. Ob eine einzelne Person oder eine ganze Gruppe gemeint ist, muss die Szene erkennen lassen.

„Vor dem Tor prüfte die Wache die Namen der Ankommenden.“

Hier handelt ein Mensch oder eine Gruppe. Das Tor selbst und der Dienstplan sind nicht gemeint.

Die Dienststelle oder der Raum

Wache kann außerdem die Dienststelle, etwa der Polizei oder Feuerwehr, und einen Raum für den Wachdienst bezeichnen. Eine Ortsangabe wie auf der Wache lenkt oft auf diese Bedeutung.

„Die Finderin gab den Schlüssel auf der Wache ab.“

Die Wache ist hier der Ort beziehungsweise die zuständige Dienststelle. Welche Organisation zuständig ist, ergibt sich aus der Situation.

Synonyme: andere Wörter für Wache

Bewachung oder Wachdienst?

Bewachung beschreibt die kontrollierende Tätigkeit, Wachdienst die dafür eingerichtete Aufgabe. Beide passen zur ersten Bedeutung.

Sicherheit bezeichnet dagegen einen Zustand oder ein Ziel. Eine Wache soll Sicherheit erhöhen; sie ist nicht selbst mit diesem Zustand gleichzusetzen.

„Sie übernimmt die Wache“ lässt sich als „Sie übernimmt den Wachdienst“ erklären. „Sie übernimmt die Sicherheit“ wäre ohne nähere Angaben unklar.

Wachposten oder Dienststelle?

Wachposten kann eine einzelne bewachende Person oder ihren Standort bezeichnen. Dienststelle ist der weitere Ausdruck für eine organisatorische Stelle.

Bei der Wache am Eingang und der Wache in der Nebenstraße werden unterschiedliche Seiten des Wortes hervorgehoben. Eine einzelne Person lässt sich nicht in jedem Satz durch Dienststelle ersetzen.

„Die Wache hebt die Hand“ meint Menschen. „Die Wache wird renoviert“ betrifft gewöhnlich deren Gebäude.

Beispiele und Verwendung

„Die beiden wechselten sich mit der Wache ab, damit niemand die ganze Nacht aufbleiben musste.“

Wache bezeichnet die Aufgabe und kann durch die genannten Schichten genauer eingegrenzt werden.

„Die Wachen wurden abgelöst; anschließend meldete sich die Gruppe in der Wache.“

Im ersten Teil sind die eingesetzten Personen gemeint, im zweiten ein Raum oder eine Dienststelle. Gleiche Wortform bedeutet nicht gleiche Satzbedeutung.

Grammatik und Beugung

Es heißt die Wache, im Genitiv der Wache und im Plural die Wachen. Die Worttrennung lautet Wa·che. Die Einzahl bleibt in allen vier Fällen gleich; bei der Mehrzahl tritt n hinzu. Der Artikel zeigt den Fall an.

Die großgeschriebene Wache ist ein Substantiv. „Ich wache noch“ gehört dagegen zum Verb wachen. Diese Verbform steht nicht in der Falltabelle des Substantivs.

Wache: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativdie Wachedie Wachen
Genitivder Wacheder Wachen
Dativder Wacheden Wachen
Akkusativdie Wachedie Wachen

Redewendungen und feste Verbindungen

Wache stehen oder Wache schieben

Beide Verbindungen bedeuten, Wachdienst zu leisten. „Während der Besprechung stand jemand am Eingang Wache.“ Der Satz benennt die Aufgabe; ein tatsächliches regloses Stehen während der gesamten Zeit muss damit nicht gemeint sein. Wache schieben klingt oft alltäglicher.

Wache gehen

Die Verbindung kann das Patrouillieren während des Wachdienstes bezeichnen. „Die Figur geht am Zaun Wache und kontrolliert regelmäßig die Zugänge.“ Hier gehört das Umhergehen zur beschriebenen Aufgabe; die Wendung ist enger als das allgemeine Aufpassen.