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Zustimmung

Form & Grammatik

Substantiv
Stichwort
Zustimmung
Worttrennung
Zu·stim·mung
Artikel
die
Geschlecht
Femininum
Genitiv
der Zustimmung
Plural
die Zustimmungen

Gebrauch: Als allgemeines Einverständnis häufig im Singular. Der Plural kann mehrere zustimmende Äußerungen oder einzelne Entscheidungen bezeichnen.

Formen und Verwendung im Detail

Definition · kurz erklärt

Zustimmung ist das Einverständnis mit einer Aussage, einem Vorschlag oder einer Handlung. Sie kann ausgesprochen oder auf andere Weise erkennbar werden. Ein bloßes Schweigen beweist für sich genommen noch keine Zustimmung.

Bedeutungen

1 Einverständnis mit etwas

Wer Zustimmung äußert, bejaht eine Aussage, unterstützt einen Vorschlag oder erklärt sich mit einer Handlung einverstanden. Zustimmung kann ausdrücklich erfolgen oder sich in einem erkennbaren Verhalten zeigen. Ob eine Reaktion dafür ausreicht, hängt vom Zusammenhang ab.

„Der Vorschlag erhielt Zustimmung, weil er die Aufgaben gleichmäßiger verteilte.“

Der Satz nennt den Vorschlag und einen Grund für die positive Reaktion. Er sagt nicht, dass alle Beteiligten zustimmten oder dass jede Einzelheit bereits beschlossen war.

Synonyme: andere Wörter für Zustimmung

Zustimmung oder Einverständnis?

Einverständnis betont, dass jemand mit einer Sache einverstanden ist. Zustimmung kann stärker die positive Äußerung oder Reaktion darauf bezeichnen. Im gewöhnlichen Sprachgebrauch lassen sich beide oft ähnlich verwenden.

Nicht jede wohlwollende Reaktion ist jedoch eine konkrete Erlaubnis. Wenn es auf eine bestimmte Entscheidung ankommt, sollte der Text genau benennen, wozu jemand zugestimmt hat.

„Die Eltern erklärten ihr Einverständnis mit dem Ausflug.“ – „Die Eltern gaben ihre Zustimmung zum Ausflug.“ Beide Sätze richten sich auf dasselbe Vorhaben; keiner legt allein die Einzelheiten fest.

Zustimmung, Bejahung oder Billigung?

Bejahung betont das Ja zu einer Frage oder Aussage. Billigung kann ausdrücken, dass ein Verhalten oder Vorhaben als annehmbar angesehen wird. Zustimmung ist das allgemeinere Wort für eine befürwortende Haltung oder Erklärung.

Ein Text kann beispielsweise eine Behauptung bejahen, ohne jede daraus vorgeschlagene Maßnahme zu billigen. Für genaue Aussagen müssen Gegenstand und Reichweite der Zustimmung klar bleiben.

„Sie bejahte, dass die Frist knapp war, billigte aber die vorgeschlagene Abkürzung nicht.“ Hier wird eine Feststellung bestätigt und eine Reaktion darauf trotzdem abgelehnt.

Zustimmung oder Übereinstimmung?

Übereinstimmung bezeichnet das Zusammenpassen oder Gleichsein von Merkmalen, Aussagen oder Auffassungen. Zustimmung ist dagegen die positive Haltung oder Reaktion zu etwas.

Zwei Messwerte können übereinstimmen, ohne irgendeine Zustimmung zu geben. Bei Meinungen können beide Wörter passen, richten den Blick aber auf unterschiedliche Beziehungen.

„Unsere Ergebnisse stimmen überein.“ – „Ich stimme deinem Vorgehen zu.“ Der erste Satz vergleicht Ergebnisse; der zweite erklärt eine befürwortende Haltung.

Beispiele und Verwendung

Eine Besprechung genau zusammenfassen

„Die Gruppe gab ihre Zustimmung zum neuen Zeitplan; über die Aufgabenverteilung wird erst morgen entschieden.“

Der zweite Satzteil begrenzt, worauf sich die Zustimmung bezieht. Das verhindert die unzutreffende Schlussfolgerung, mit einer Zusage sei das gesamte Vorhaben in allen Punkten akzeptiert.

Eine Reaktion in einem Text deuten

„Ihr Nicken wirkt wie Zustimmung, doch die spätere Rückfrage zeigt, dass sie noch einen Einwand hat.“

Wirkt wie kennzeichnet die erste Beobachtung als Deutung. Eine einzelne Geste sollte nicht ohne den weiteren Zusammenhang als umfassendes Einverständnis einer Figur gewertet werden.

Grammatik und Beugung

Das Substantiv lautet die Zustimmung. Im Genitiv und Dativ Singular heißt es der Zustimmung. Der Plural Zustimmungen wird verwendet, wenn einzelne zustimmende Äußerungen oder Entscheidungen gezählt werden.

Bei die Zustimmung des Rates zum Plan benennt des Rates, wer zustimmt. Zum Plan nennt den Gegenstand der Zustimmung. Die Ergänzung mit zu steht im Dativ. Die Worttrennung lautet Zu·stim·mung.

Zustimmung: Fälle und Formen
FallSingularPlural
Nominativdie Zustimmungdie Zustimmungen
Genitivder Zustimmungder Zustimmungen
Dativder Zustimmungden Zustimmungen
Akkusativdie Zustimmungdie Zustimmungen

Verwandte Wörter

Das Gegenteil kann Ablehnung sein. Eine Rückfrage oder ein Vorbehalt ist allerdings nicht automatisch eine vollständige Ablehnung; gute Texte benennen die tatsächliche Reaktion, statt jede fehlende Zustimmung gleichzusetzen.