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eifern

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
eifern
Worttrennung
ei·fern
Präsens
er eifert
Präteritum
er eiferte
Partizip II
geeifert
Perfekt
er hat geeifert
Hilfsverb
haben

Formen und Verwendung im Detail

Eifern bedeutet, sich mit starkem Nachdruck für oder gegen etwas einzusetzen oder leidenschaftlich nach etwas zu streben. Das Verb klingt häufig gehoben oder deutlich wertend.

Bedeutung und wichtige Unterschiede

Wer gegen eine Entscheidung eifert, trägt seine Ablehnung mit spürbarer Erregung vor. Wer für ein Ziel eifert, verteidigt es leidenschaftlich. Ob die Gründe überzeugend sind, folgt nicht aus der Intensität des Auftretens.

Die Verbindung nach etwas eifern richtet den Blick auf ein stark begehrtes Ziel, beispielsweise Anerkennung. Im heutigen Alltag sind streben, sich einsetzen oder sich bemühen oft geläufiger. Eifern kann einen Text bewusster literarisch oder distanziert wirken lassen.

Synonyme im Gebrauch

AlternativeWann sie passtWas sich verändert
sich einsetzenaktiv für ein Anliegen handelnNeutraler und nicht auf erregtes Sprechen beschränkt.
leidenschaftlich eintreteneinen Standpunkt mit starkem innerem Antrieb vertretenErklärt die Intensität unmittelbar.
wetternheftig gegen etwas sprechenMeist abwertender und stärker auf lautstarke Kritik bezogen.
strebenauf ein Ziel ausgerichtet seinPasst zur Verbindung nach etwas eifern; sagt weniger über Erregung aus.

Zwei eigene Beispiele im Vergleich

Leidenschaftlicher Einsatz

Ausgangssatz: Die Rednerin eifert für den Erhalt des kleinen Theaters.

Alternative: Die Rednerin tritt leidenschaftlich für den Erhalt des kleinen Theaters ein.

Die Alternative erläutert die Haltung ohne das seltenere Verb. Beide Sätze zeigen starken Einsatz. Sie belegen jedoch nicht, dass die Argumente zutreffen oder dass die Rednerin mit ihrem Anliegen Erfolg hat.

Ein Ziel im Blick

Ausgangssatz: Die erfundene Romanfigur eifert nach der Anerkennung ihres Lehrers.

Alternative: Die erfundene Romanfigur strebt nach der Anerkennung ihres Lehrers.

Streben wirkt weniger erregt. Eifern kann stärker auf eine beherrschende Motivation hinweisen. Ob diese Motivation die Figur tatsächlich prägt, müsste sich an mehreren Handlungen oder Gedanken der Geschichte zeigen.

Schreibweise und Grammatik

FormWortform
Wortartschwaches Verb
Präsenser eifert
Präteritumer eiferte
Perfekter hat geeifert
Infinitiv mit zuzu eifern

Für und gegen stehen mit Akkusativ: für den Vorschlag, gegen die Maßnahme. Nach verlangt Dativ: nach dem Erfolg eifern. Das einfache eifern ist von den eigenen Verben sich ereifern, nacheifern und wetteifern zu unterscheiden.

Konjugation von eifernPräsens, Präteritum und Konjunktiv
eifern: eine übliche Formenreihe; finite Formen ohne Satzergänzungen
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
icheifereeiferteeifereeiferte
dueifersteifertesteifersteifertest
er/sie/eseiferteiferteeifereeiferte
wireiferneiferteneiferneiferten
ihreiferteiferteteiferteifertet
sie/Sieeiferneiferteneiferneiferten

Das Wort treffend verwenden

In einer Analyse sollte deutlich werden, ob das Verb die Figur oder die Erzählhaltung charakterisiert. Ein Erzähler kann sachliche Kritik als Eifern bezeichnen und sie dadurch überzogen erscheinen lassen. Solche Wortwahl ist selbst ein Hinweis auf Perspektive und Bewertung.