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erlauben

Form & Grammatik

Verb
Stichwort
erlauben
Worttrennung
er·lau·ben
Präsens
erlaubt
Präteritum
erlaubte
Partizip II
erlaubt
Hilfsverb
haben
Reflexiver Gebrauch
sich etwas erlauben: Dativpronomen + Akkusativobjekt
Trennbarkeit
nicht trennbar
Ergänzungen
jemandem etwas erlauben (Dativ + Akkusativ); erlauben, etwas zu tun

Die Formen lauten erlauben – erlaubte – hat erlaubt. Das Verb ist schwach und untrennbar. In jemandem etwas erlauben steht die Person im Dativ und das Erlaubte im Akkusativ.

Erlauben bedeutet, jemandem eine Handlung zu gestatten oder sie möglich zu machen. Reflexiv kann sich etwas erlauben heißen, sich etwas herauszunehmen oder über die nötigen Mittel dafür zu verfügen. Zustimmung, Möglichkeit und eigenes Verhalten sind dabei auseinanderzuhalten.

Bedeutung und Verwendung

Eine Erlaubnis betrifft häufig Regeln oder Entscheidungen einer zuständigen Person. Sie erlaubt, dass etwas getan werden darf. Ob die Handlung praktisch möglich ist, ist eine zusätzliche Frage. Umgekehrt kann etwas möglich sein, ohne erlaubt zu sein.

Bei Das Wetter erlaubt einen Spaziergang ist keine zustimmende Person gemeint; die Bedingungen machen den Spaziergang möglich. In Ich kann mir eine Pause erlauben geht es um Spielraum. Sich eine Frechheit erlauben bewertet dagegen ein Verhalten als Grenzüberschreitung. Der Kontext bestimmt die Lesart.

Synonyme im Gebrauch

Gestatten
Eine nahe, oft förmlichere Alternative für das ausdrückliche Zulassen. Es kann höflich klingen, ist aber in lockeren Alltagssätzen häufig schwerer als erlauben.
Genehmigen
Passt zu einer ausdrücklichen Zustimmung, oft nach einer Prüfung oder einem Antrag. Nicht jede alltägliche Erlaubnis ist ein förmlicher Genehmigungsvorgang.
Ermöglichen
Passt, wenn Bedingungen eine Handlung machbar machen. Es sagt nicht automatisch, dass eine zuständige Person ihre Zustimmung erteilt hat.

Zwei eigene Satzpaare

Ausgangssatz: Die Betreuerin erlaubte der Gruppe, früher mit dem Aufbau zu beginnen.
Alternative: Die Betreuerin gestattete der Gruppe, früher mit dem Aufbau zu beginnen.

Der Inhalt bleibt ähnlich. Gestattete wirkt förmlicher. Beide Sätze betreffen die Zustimmung; ob Material und Raum tatsächlich schon bereitstehen, ist damit noch nicht geklärt.

Ausgangssatz: Der breite Weg erlaubt eine Fahrt mit dem Lastenrad.
Alternative: Der breite Weg ermöglicht eine Fahrt mit dem Lastenrad.

Ermöglicht macht die praktische Lesart deutlicher. Daraus folgt keine Aussage über Verkehrsregeln. Breite und Befahrbarkeit sind andere Fragen als die rechtliche oder organisatorische Erlaubnis.

Grammatik und Schreibweise

Die Formen lauten erlauben – erlaubte – hat erlaubt. Das Verb ist schwach und untrennbar. In jemandem etwas erlauben steht die Person im Dativ und das Erlaubte im Akkusativ.

Die Formen lauten erlauben – erlaubte – hat erlaubt. Das Verb ist schwach und untrennbar. In jemandem etwas erlauben steht die Person im Dativ und das Erlaubte im Akkusativ.

Konjugation von erlaubenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
erlauben: einfache Aktivformen im Hauptsatz
PersonPräsensPräteritumKonjunktiv IKonjunktiv II
icherlaubeerlaubteerlaubeerlaubte
duerlaubsterlaubtesterlaubesterlaubtest
er/sie/eserlaubterlaubteerlaubeerlaubte
wirerlaubenerlaubtenerlaubenerlaubten
ihrerlaubterlaubteterlaubeterlaubtet
sie/Sieerlaubenerlaubtenerlaubenerlaubten

Eine Infinitivgruppe kann die Handlung nennen: erlauben, früher zu gehen. Bei sich etwas erlauben ist das Pronomen ein Dativ: ich erlaube mir, du erlaubst dir.

Treffend formulieren

In Anweisungen hilft die Unterscheidung zwischen darf, kann und soll. Darf beschreibt Erlaubnis, kann häufig Fähigkeit oder Möglichkeit, soll eine Erwartung. Wer diese Ebenen trennt, formuliert verständlicher und vermeidet, dass eine praktische Möglichkeit wie eine ausdrückliche Zustimmung klingt.