festigen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- festigen
- Worttrennung
- fes·ti·gen
- Präsens
- festigt
- Präteritum
- festigte
- Partizip II
- gefestigt
- Perfekt
- hat gefestigt
- Hilfsverb
- haben
- Reflexiver Gebrauch
- auch reflexiv: sich festigen
- Trennbarkeit
- nicht trennbar
- Ergänzungen
- etwas festigen (Akkusativ)
Das regelmäßige Verb bildet das Perfekt mit haben: hat gefestigt. Bei einem Gegenstand der Handlung steht der Akkusativ: „Die Zusammenarbeit festigt das Vertrauen.“ Reflexiv lautet es: „Das Vertrauen hat sich gefestigt.“
festigen: Festigen bedeutet, etwas widerstandsfähiger, sicherer oder beständiger zu machen. Sich festigen bezeichnet die entsprechende Entwicklung: Ein Zustand oder Verhältnis gewinnt an Stabilität.
Mehr Sicherheit oder Beständigkeit gewinnen
Eine Übung kann Kenntnisse festigen, gemeinsame Erfahrungen können Vertrauen festigen und eine Maßnahme kann eine Stellung festigen. Das Verb setzt dabei gewöhnlich etwas bereits Vorhandenes voraus, das verlässlicher oder stabiler wird.
Sich festigen beschreibt die Entwicklung aus der Sicht des Zustands: Eine Beziehung festigt sich. Das besagt nicht, dass sie unveränderlich geworden ist. Ebenso können gefestigte Kenntnisse in einer ungewohnten Situation weiter Übung verlangen.
Stärken, stabilisieren und bestätigen
| Alternative | Unterschied |
|---|---|
| stärken | Weiterer Begriff für eine Zunahme an Kraft, Einfluss oder Sicherheit. |
| stabilisieren | Betont Widerstand gegen Schwankungen oder Störungen. |
| vertiefen | Passt zu Wissen und Beziehungen; hebt größere Tiefe statt bloßer Beständigkeit hervor. |
| bestätigen | Kann nur eine Aussage bekräftigen. Dadurch wird der bezeichnete Zustand nicht notwendig stabiler. |
„Die Wiederholung festigt ihre Kenntnisse.“ – „Die Wiederholung vertieft ihre Kenntnisse.“
Festigt betont sichereres Beherrschen. Vertieft kann zusätzlich neues Verständnis meinen. Eine bloße Wiederholung führt nicht in jedem Fall über den bisher verstandenen Inhalt hinaus.
„Die Erfahrung festigte sein Vertrauen.“ – „Die Erfahrung bestätigte sein Vertrauen.“
Die zweite Fassung kann bedeuten, dass die Erfahrung seine Erwartung als berechtigt erscheinen ließ. Festigte legt stärker nahe, dass das Vertrauen danach beständiger wurde. Die Aussagen liegen nahe, sind aber nicht völlig gleich.
Etwas festigen oder sich festigen
Das regelmäßige Verb bildet das Perfekt mit haben: hat gefestigt. Bei einem Gegenstand der Handlung steht der Akkusativ: „Die Zusammenarbeit festigt das Vertrauen.“ Reflexiv lautet es: „Das Vertrauen hat sich gefestigt.“
Das regelmäßige Verb bildet das Perfekt mit haben: hat gefestigt. Bei einem Gegenstand der Handlung steht der Akkusativ: „Die Zusammenarbeit festigt das Vertrauen.“ Reflexiv lautet es: „Das Vertrauen hat sich gefestigt.“
Konjugation von festigenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | festige | festigte | festige | festigte |
| du | festigst | festigtest | festigest | festigtest |
| er/sie/es | festigt | festigte | festige | festigte |
| wir | festigen | festigten | festigen | festigten |
| ihr | festigt | festigtet | festiget | festigtet |
| sie/Sie | festigen | festigten | festigen | festigten |
Für Lernziele sind konkrete Aufgaben nützlicher als das alleinige Versprechen, Wissen zu festigen. „Die Übung festigt das Unterscheiden von Subjekt und Objekt“ nennt nachvollziehbar, welcher Bereich sicherer werden soll. Ein tatsächlicher Lernerfolg muss anschließend an der Anwendung geprüft werden. Die bloße Wiederholung von Regeln zeigt noch nicht, ob jemand sie in einem neuen Satz selbstständig anwenden kann.
