festmachen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- festmachen
- Worttrennung
- fest·ma·chen
- Präsens
- macht fest
- Präteritum
- machte fest
- Partizip II
- festgemacht
- Perfekt
- hat festgemacht
- Hilfsverb
- haben
- Trennbarkeit
- trennbar
- Ergänzungen
- etwas festmachen (Akkusativ); an etwas festmachen (an + Dativ)
festmachen: Festmachen bedeutet, etwas zu befestigen, eine Vereinbarung verbindlich zu treffen oder eine Einschätzung auf bestimmte Anzeichen zu beziehen. In der Schifffahrt bezeichnet es auch das Sichern eines Fahrzeugs am Liegeplatz.
Ein vielseitiges Verb mit verschiedenen Ergänzungen
Ein Brett festmachen bedeutet zunächst, es gegen ungewollte Bewegung zu sichern. Das konkrete Mittel bleibt offen: Es kann angeschraubt, gebunden oder anders befestigt werden. Ein Geschäft festmachen bezieht sich dagegen auf eine verbindliche Vereinbarung.
In „Woran machst du das Urteil fest?“ wird nach den Anhaltspunkten gefragt. Diese Formulierung ist besonders nützlich, wenn eine Deutung begründet werden soll. Dass jemand ein Urteil an einem Hinweis festmacht, beweist allerdings noch nicht, dass dieser Hinweis dafür ausreicht.
Befestigen, vereinbaren und begründen
| Alternative | Passender Bezug |
|---|---|
| befestigen | Eine reale Verbindung oder Sicherung herstellen. |
| vereinbaren | Eine gemeinsame Entscheidung verbindlich treffen. |
| an etwas erkennen | Ein Merkmal als Hinweis verwenden. |
| anlegen | Bei einem Boot den Liegeplatz erreichen; nicht immer bereits dasselbe wie sichern. |
„Wir machen den Termin am Dienstag fest.“ – „Wir vereinbaren den Termin am Dienstag.“
Beide können die Verbindlichkeit einer Absprache ausdrücken. Ohne weitere Erklärung bleibt jedoch unklar, ob Dienstag der vereinbarte Termin oder der Tag des Vereinbarens ist. Eine Datumsangabe kann das auflösen.
„Sie macht die Deutung an seinem Schweigen fest.“ – „Sie begründet die Deutung mit seinem Schweigen.“
Die zweite Fassung nennt den gedanklichen Bezug ausdrücklich. Schweigen allein kann mehrere Ursachen haben; die sprachliche Begründung ist daher noch kein sicherer Nachweis der Deutung.
Etwas an etwas festmachen
Die Formen lauten macht fest, machte fest und hat festgemacht. Beim gedanklichen Bezug folgt an mit Dativ: an diesem Beispiel, an der Reaktion, an den Worten.
Konjugation von festmachenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | mache fest | machte fest | mache fest | machte fest |
| du | machst fest | machtest fest | machest fest | machtest fest |
| er/sie/es | macht fest | machte fest | mache fest | machte fest |
| wir | machen fest | machten fest | machen fest | machten fest |
| ihr | macht fest | machtet fest | machet fest | machtet fest |
| sie/Sie | machen fest | machten fest | machen fest | machten fest |
In einer Textanalyse sollte der genannte Anhaltspunkt tatsächlich im Text vorkommen. So wird aus einer bloßen Behauptung eine überprüfbare Erklärung, die Leser selbst nachvollziehen und gegebenenfalls anders bewerten können. Ein Vorwurf lässt sich beispielsweise an einer konkreten Äußerung festmachen. Fehlt dieser Wortlaut, bleibt unklar, ob die angeführte Deutung tatsächlich vom Gespräch getragen wird oder nur eine Vermutung darstellt.
