flöten gehen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- flöten gehen
- Worttrennung
- flö·ten ge·hen
- Präsens
- geht flöten
- Präteritum
- ging flöten
- Partizip II
- flöten gegangen
- Perfekt
- ist flöten gegangen
- Hilfsverb
- sein
- Trennbarkeit
- feste Wortgruppe; getrennt geschrieben
Umgangssprachliche feste Wendung. Flöten bleibt unverändert; die Beugung trägt gehen. Infinitiv und Partizip werden getrennt geschrieben.
flöten gehen: Flöten gehen ist eine umgangssprachliche Wendung für verloren gehen. Sie kann einen Gegenstand, Geld oder auch eine Hoffnung betreffen.
Bedeutung und wichtige Unterschiede
Wenn ein Schlüssel flöten geht, ist er nicht mehr verfügbar oder nicht mehr aufzufinden. Geht Geld flöten, ist ein Verlust gemeint. Die Wendung nennt zunächst das unerfreuliche Ergebnis; sie sagt noch nicht, wer es verursacht hat oder ob jemand absichtlich gehandelt hat.
Auch Zeit, eine Gelegenheit oder die Aussicht auf einen Erfolg können flöten gehen. Dabei verschwindet nichts körperlich. Die bisher vorhandene Möglichkeit lässt sich nicht mehr nutzen. Eine genaue Erklärung nennt deshalb, welche Chance verloren wurde und wodurch sich die Situation geändert hat.
Flöten gehen klingt lockerer als verloren gehen und kann einen ärgerlichen Vorgang sprachlich abschwächen. In einem persönlichen Bericht passt das oft; in einer sachlichen Verlustmeldung sollte dagegen möglichst deutlich werden, was tatsächlich geschehen ist. Die Wendung steht nicht für das Spielen eines Musikinstruments.
Synonyme im Zusammenhang vergleichen
| Alternative | Unterschied und Verwendung |
|---|---|
| verloren gehen | Neutrale und breit einsetzbare Entsprechung. |
| abhandenkommen | Besonders bei Gegenständen, deren Verbleib unklar ist. |
| entfallen | Bei einer Möglichkeit oder einem Vorteil, der nicht mehr besteht. |
| verspielt werden | Unterstellt stärker einen eigenen Beitrag zum Verlust. |
„Der Gewinn ist flöten gegangen.“ – „Der Gewinn ist verspielt worden.“
Die zweite Fassung legt nahe, dass jemand durch Handeln oder Entscheidungen zum Verlust beigetragen hat. Flöten gegangen allein legt diese Ursache nicht fest.
„Uns ist eine Stunde flöten gegangen.“ – „Wir haben eine Stunde verloren.“
Beide können eine nutzlos vergangene Zeit meinen. Die Wendung klingt umgangssprachlicher. Wie und warum die Zeit verloren wurde, bleibt in beiden Fassungen ergänzungsbedürftig.
Grammatik und Verwendung
Die Wendung wird getrennt und kleingeschrieben. Das Verb gehen trägt die Beugung: geht flöten, ging flöten, ist flöten gegangen. Flöten bleibt in dieser Verbindung unverändert.
Umgangssprachliche feste Wendung. Flöten bleibt unverändert; die Beugung trägt gehen. Infinitiv und Partizip werden getrennt geschrieben.
Konjugation von flöten gehenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | gehe flöten | ging flöten | gehe flöten | ginge flöten |
| du | gehst flöten | gingst flöten | gehest flöten | gingest flöten |
| er/sie/es | geht flöten | ging flöten | gehe flöten | ginge flöten |
| wir | gehen flöten | gingen flöten | gehen flöten | gingen flöten |
| ihr | geht flöten | gingt flöten | gehet flöten | ginget flöten |
| sie/Sie | gehen flöten | gingen flöten | gehen flöten | gingen flöten |
Ein Akkusativobjekt steht dabei nicht wie bei verlieren: „Der Schlüssel geht flöten“ stellt den verlorenen Gegenstand ins Zentrum; „Ich verliere den Schlüssel“ nennt zusätzlich die betroffene handelnde Person.
