hinmachen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hinmachen
- Worttrennung
- hin·ma·chen
- Präsens
- macht hin
- Präteritum
- machte hin
- Partizip II
- hingemacht
- Hilfsverb
- haben beim Anbringen, Sich-Beeilen und Zerstören; sein beim saloppen Sich-Hinbegeben
je nach Bedeutung umgangssprachlich, regional, salopp oder derb veraltend
Was bedeutet hinmachen?
Hinmachen ist ein sehr vom Zusammenhang abhängiges Verb. Umgangssprachlich kann man eine Leiste oder ein Schild irgendwo hinmachen, also befestigen oder anbringen. Die Art der Befestigung bleibt offen. Ein Satz wie „Da hat ein Tier hingemacht“ meint dagegen das Verrichten der Notdurft an dieser Stelle.
Regional umgangssprachlich, besonders als Aufforderung, bedeutet „Mach hin!“: Beeile dich. Diese kurze Form kann ungeduldig wirken. Sie sollte nicht mit der räumlichen Bedeutung verwechselt werden. Salopp kann hinmachen auch zerstören oder ruinieren heißen; reflexiv kann jemand sich körperlich zugrunde richten. Die Bedeutung töten ist derb und veraltend.
Eine weitere saloppe Verwendung meint, sich zu einem anderen Aufenthalts- oder Wohnort zu begeben. Ein einzelnes hinmachen hat deshalb ohne Objekt und Zusammenhang keine sichere eindeutige Bedeutung. Für genaue Beschreibungen sind die jeweiligen Tätigkeitsverben meist verständlicher.
Synonyme nach Zusammenhang
| Ausdruck | Bedeutung und Grenze |
|---|---|
| anbringen / befestigen | Passt zur räumlichen Montage, etwa eines Schildes. |
| sich beeilen | Sachliche Umschreibung der regionalen Aufforderung mach hin. |
| zerstören / ruinieren | Passt zur schädigenden Wirkung; den Gegenstand oder Lebensbereich genau nennen. |
| sich hinbegeben | Förmliche Alternative zur saloppen Ortswechsel-Lesart. |
Die Unterschiede sind auch beim Sprachstil wichtig. Wer „Mach bitte etwas schneller“ sagt, kann weniger schroff wirken als mit „Mach hin!“. Der Tonfall und die Beziehung der Beteiligten bleiben für die Wirkung der Aufforderung trotzdem entscheidend.
Zwei Beispiele erklärt
„Wo sollen wir das Schild hinmachen?“ · „Wie sollen wir das Schild befestigen?“
Der erste Satz fragt nach dem Ort. Der zweite fragt nach der Methode. Hinmachen bezeichnet hier eine Anbringung, erklärt aber nicht, ob geschraubt, geklebt oder aufgehängt wird.
„Mach hin, der Bus wartet nicht!“ · „Mach die Halterung dort hin!“
Die erste Äußerung fordert regional umgangssprachlich zur Eile auf. Die zweite weist einen Platz für die Anbringung zu. Ein Zusatz kann die Bedeutung also vollständig verändern.
Formen und Hilfsverben
Das Verb ist trennbar: „Er macht das Schild hin“, aber „weil er das Schild hinmacht“. Das Partizip lautet hingemacht. Beim Anbringen, Beeilen oder Zerstören steht das Perfekt mit haben. In der saloppen Ortswechsel-Lesart steht es mit sein. Der Infinitiv mit zu lautet hinzumachen.
je nach Bedeutung umgangssprachlich, regional, salopp oder derb veraltend
Konjugation von hinmachenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | mache hin | machte hin | mache hin | machte hin |
| du | machst hin | machtest hin | machest hin | machtest hin |
| er / sie / es | macht hin | machte hin | mache hin | machte hin |
| wir | machen hin | machten hin | machen hin | machten hin |
| ihr | macht hin | machtet hin | machet hin | machtet hin |
| sie / Sie | machen hin | machten hin | machen hin | machten hin |
