hinunterfallen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hinunterfallen
- Worttrennung
- hi·nun·ter·fal·len
- Präsens
- fällt hinunter
- Präteritum
- fiel hinunter
- Partizip II
- hinuntergefallen
- Hilfsverb
- sein
- Trennbarkeit
- trennbar
Was bedeutet hinunterfallen?
Hinunterfallen richtet den Blick auf eine fallende Bewegung nach unten. Ein Gegenstand kann von einer Brüstung oder eine Person eine Treppe hinunterfallen. Hinunter bezeichnet dabei die Richtung vom gesetzten Bezugspunkt aus nach dort unten. Es ist also nicht einfach eine Angabe für irgendeine Bewegung zu Boden.
Das Verb legt weder eine bestimmte Höhe noch einen bestimmten Ausgang fest. Ein Sturz über mehrere Stufen kann anders verlaufen als das Fallen einer Münze in einen Schacht. Eine Verletzung oder Beschädigung ist eine mögliche Folge, aber kein notwendiger Bestandteil der Wortbedeutung. Auch die Ursache, etwa ein Stolpern oder eine gelöste Befestigung, sollte nicht ohne Beobachtung ergänzt werden.
Hinunterfallen ist ferner von Hinunterwerfen zu unterscheiden. Beim Werfen wird eine werfende Handlung beschrieben. Beim Fallen steht die abwärtsgehende Bewegung im Vordergrund; wer oder was sie ausgelöst hat, bleibt zunächst offen.
Synonyme und Unterschiede
| Ausdruck | Bedeutung und Grenze |
|---|---|
| herunterfallen | Sehr nahe; die räumliche Perspektive kann stärker auf die unten befindliche Bezugsstelle gerichtet sein. |
| hinabfallen | Ähnliche Richtungsbedeutung, wirkt häufig gehobener. |
| abstürzen | Kann einen schweren Fall aus größerer Höhe nahelegen; passt nicht zu jedem kleinen Gegenstand. |
| hinfallen | Betont gewöhnlich das Zu-Boden-Kommen; eine längere Abwärtsstrecke muss nicht genannt sein. |
Für eine anschauliche Erzählung helfen konkrete Angaben: von welcher Stelle, wohin und auf welche Unterlage? Solche Informationen erklären den Vorgang besser als eine bloße Verstärkung wie „ganz schlimm hinuntergefallen“.
Zwei Satzpaare erklärt
„Der Schlüssel fiel in den Schacht hinunter.“ · „Jaro warf den Schlüssel in den Schacht hinunter.“
Nur der zweite Satz nennt einen werfenden Handelnden. Im ersten kann der Schlüssel etwa aus einer Tasche gerutscht sein. Eine Absicht darf nicht aus dem Fall allein geschlossen werden.
„Tara fiel zwei Stufen hinunter.“ · „Tara ging zwei Stufen hinunter.“
Beide Bewegungen führen abwärts. Der erste Satz beschreibt einen Fall, der zweite ein Gehen. Das Bewegungsverb verändert die Art des Vorgangs, obwohl die Richtung gleich bleibt.
Formen und Satzbau
Das starke, trennbare Verb heißt „fällt hinunter“, „fiel hinunter“ und „ist hinuntergefallen“. Mit zu lautet es hinunterzufallen. In „die Treppe hinunterfallen“ benennt die Treppe den Verlauf des Falls; „von der Treppe fallen“ setzt einen anderen räumlichen Schwerpunkt.
Konjugation von hinunterfallenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | falle hinunter | fiel hinunter | falle hinunter | fiele hinunter |
| du | fällst hinunter | fielst hinunter | fallest hinunter | fielest hinunter |
| er/sie/es | fällt hinunter | fiel hinunter | falle hinunter | fiele hinunter |
| wir | fallen hinunter | fielen hinunter | fallen hinunter | fielen hinunter |
| ihr | fallt hinunter | fielt hinunter | fallet hinunter | fielet hinunter |
| sie/Sie | fallen hinunter | fielen hinunter | fallen hinunter | fielen hinunter |
