hochgehen
Form & Grammatik
Verb- Stichwort
- hochgehen
- Worttrennung
- hoch·ge·hen
- Präsens
- geht hoch
- Präteritum
- ging hoch
- Partizip II
- hochgegangen
- Hilfsverb
- sein
- Trennbarkeit
- trennbar
Was bedeutet hochgehen?
Hochgehen kann eine eigene Bewegung nach oben beschreiben. Eine Person geht ins obere Stockwerk; auch eine Schranke oder ein anderer beweglicher Teil kann hochgehen. Bei Preisen oder Zahlen ist eine Zunahme gemeint. Die Art der Bewegung ergibt sich aus dem Gegenstand.
Umgangssprachlich heißt hochgehen außerdem explodieren. Eine Vorrichtung kann unter bestimmten Umständen hochgehen. Bei Menschen bezeichnet das Wort bildlich eine heftige ärgerliche Reaktion. „Jetzt geht er gleich hoch“ ist dann eine Erwartung, dass die Person sehr wütend reagieren wird. Diese Äußerung ist keine Beschreibung einer körperlichen Explosion.
Eine weitere umgangssprachliche Verwendung betrifft die Aufdeckung illegaler Vorgänge oder die Festnahme einer beteiligten Gruppe. Dabei ist nicht allgemein jedes Bekanntwerden gemeint. Ein genauer Bericht nennt, was entdeckt wurde und welche Maßnahmen tatsächlich folgten. Aufdeckung, Festnahme und spätere rechtliche Bewertung sind unterschiedliche Schritte und sollten nicht in einem einzigen unklaren Bild verschwimmen.
Synonyme und Unterschiede
| Ausdruck | Bedeutung und Grenze |
|---|---|
| hinaufgehen / sich heben | Passt zur räumlichen Bewegung; sich heben passt besonders zu einem beweglichen Gegenstand. |
| steigen / zunehmen | Passt zu Preisen oder Mengen, ohne eine Explosion oder emotionale Reaktion zu meinen. |
| explodieren | Ist im entsprechenden technischen Zusammenhang die genauere Bezeichnung. |
| wütend werden / auffliegen | Die erste Umschreibung betrifft Ärger; die zweite kann die Aufdeckung verborgener unerlaubter Vorgänge bezeichnen. |
Ein Bericht über steigende Kosten sollte besser den Umfang und den Zeitraum nennen. „Die Kosten gehen hoch“ ist verständlich, bleibt aber weniger genau als eine bestimmte Veränderung. Auch eine plötzliche Zunahme ist nicht schon eine Explosion im wörtlichen Sinn.
Zwei Satzpaare erklärt
„Die Schranke ging hoch.“ · „Der Preis ging hoch.“
Im ersten Satz bewegt sich ein Gegenstand räumlich aufwärts. Im zweiten nimmt ein Zahlenwert zu. Das gemeinsame Bild einer Aufwärtsbewegung darf die verschiedenen Vorgänge nicht verdecken.
„Bei der Kritik ging Jan sofort hoch.“ · „Bei der Kritik blieb Jan still.“
Der erste Satz beschreibt eine heftige ärgerliche Reaktion. Der zweite nennt nur ausbleibende Äußerungen. Schweigen bedeutet nicht automatisch Zustimmung oder innere Gelassenheit; dafür fehlen zusätzliche Anhaltspunkte.
Formen und Verwendung
Das trennbare Verb lautet „geht hoch“, „ging hoch“ und „ist hochgegangen“. Im Nebensatz schreibt man „weil die Schranke hochgeht“. Der Infinitiv mit zu lautet hochzugehen. Die übertragenen Bedeutungen sind umgangssprachlich; für sachliche Erklärungen sind die jeweils genaueren Verben häufig hilfreicher.
Konjugation von hochgehenPräsens, Präteritum und Konjunktiv
| Person | Präsens | Präteritum | Konjunktiv I | Konjunktiv II |
|---|---|---|---|---|
| ich | gehe hoch | ging hoch | gehe hoch | ginge hoch |
| du | gehst hoch | gingst hoch | gehest hoch | gingest hoch |
| er/sie/es | geht hoch | ging hoch | gehe hoch | ginge hoch |
| wir | gehen hoch | gingen hoch | gehen hoch | gingen hoch |
| ihr | geht hoch | gingt hoch | gehet hoch | ginget hoch |
| sie/Sie | gehen hoch | gingen hoch | gehen hoch | gingen hoch |
