antiautoritär

Antiautoritär: gegen autoritäre Herrschaft, starre Unterordnung oder unbedingten Gehorsam gerichtet.

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Was bedeutet antiautoritär?

Das Adjektiv beschreibt besonders Erziehungs-, Organisations- und Gesellschaftsvorstellungen. Antiautoritär bedeutet nicht zwangsläufig, dass keinerlei Regeln oder Verantwortlichkeiten bestehen. Entscheidend ist, wie Macht begründet wird und welchen Raum Mitsprache erhält.

Eigene Beispiele mit Erklärung

„Die Gruppe organisiert ihre Zusammenarbeit antiautoritär.“

Sie will einseitige Unterordnung vermeiden.

„Der Text beschreibt antiautoritäre Erziehungsvorstellungen.“

Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Autorität und Selbstbestimmung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Regellos ist keine notwendige Entsprechung. Auch gemeinsam vereinbarte, verbindliche Regeln können mit einem antiautoritären Anspruch vereinbar sein. Autoritär beschreibt dagegen einen ausgeprägten Gehorsams- und Unterordnungsanspruch.

Schreibweise und Grammatik

Adjektiv antiautoritär, zusammengeschrieben und mit ä. Beispiele: eine antiautoritäre Haltung. Vor einem Nomen stimmt die Endung mit dessen grammatischer Umgebung überein. In einer Verbindung mit sein bleibt die Grundform dagegen endungslos. Die Tabellen unten unterscheiden deshalb die Formen nach bestimmten Artikeln, nach ein beziehungsweise keine und ohne Artikel. Sie zeigen keine unterschiedlichen Bedeutungen, sondern unterschiedliche Satzumgebungen desselben Adjektivs.

Steigerung

Als sachliche Zuordnung wird das Adjektiv gewöhnlich nicht gesteigert. Unterschiede beschreibt man genauer, indem man die betreffende Eigenschaft oder den Vergleichsmaßstab nennt; eine Endung allein macht aus einer Zuordnung noch keinen sinnvoll messbaren Grad.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantiautoritärerantiautoritäreantiautoritäresantiautoritäre
Genitivantiautoritärenantiautoritärerantiautoritärenantiautoritärer
Dativantiautoritäremantiautoritärerantiautoritäremantiautoritären
Akkusativantiautoritärenantiautoritäreantiautoritäresantiautoritäre
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantiautoritäreantiautoritäreantiautoritäreantiautoritären
Genitivantiautoritärenantiautoritärenantiautoritärenantiautoritären
Dativantiautoritärenantiautoritärenantiautoritärenantiautoritären
Akkusativantiautoritärenantiautoritäreantiautoritäreantiautoritären
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantiautoritärerantiautoritäreantiautoritäresantiautoritären
Genitivantiautoritärenantiautoritärenantiautoritärenantiautoritären
Dativantiautoritärenantiautoritärenantiautoritärenantiautoritären
Akkusativantiautoritärenantiautoritäreantiautoritäresantiautoritären

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Die folgende kurze Erläuterung ist ein selbst entworfenes Anwendungsbeispiel, kein Zitat aus einem Fachtext.

In einer erfundenen Jugendgruppe werden Regeln gemeinsam beraten und begründet. Die Leitung versteht dies als antiautoritären Ansatz, übernimmt aber weiterhin vereinbarte Verantwortung.

Das Beispiel zeigt, weshalb Mitsprache nicht mit Beliebigkeit gleichzusetzen ist. Ob der Anspruch tatsächlich eingelöst wird, zeigt erst das konkrete Verhalten.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.