antinomisch

Antinomisch: durch eine Antinomie beziehungsweise einen Widerspruch zwischen miteinander unvereinbaren Aussagen oder Ansprüchen geprägt.

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Was bedeutet antinomisch?

Das Wort gehört vor allem in philosophische und fachsprachliche Zusammenhänge. Eine antinomische Spannung ist mehr als ein Unterschied im Geschmack: Die betreffenden Aussagen oder Forderungen lassen sich in der betrachteten Form nicht gleichzeitig aufrechterhalten.

Eigene Beispiele mit Erklärung

„Die Untersuchung beschreibt eine antinomische Spannung zwischen zwei Forderungen.“

Die Forderungen schließen sich unter den angenommenen Bedingungen aus.

„Der Text stellt zwei antinomische Positionen gegenüber.“

Ihre Unvereinbarkeit muss anhand des Inhalts gezeigt werden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Ambivalent beschreibt etwa ein Nebeneinander gegensätzlicher Bewertungen oder Gefühle. Antinomisch hebt die Unvereinbarkeit von Aussagen oder Ansprüchen hervor. Nicht jeder Meinungsunterschied ist deshalb eine Antinomie.

Schreibweise und Grammatik

Adjektiv antinomisch, mit der Folge -nom-. Gebeugt: ein antinomischer Gegensatz. Das Nomen lautet Antinomie. Vor einem Nomen stimmt die Endung mit dessen grammatischer Umgebung überein. In einer Verbindung mit sein bleibt die Grundform dagegen endungslos. Die Tabellen unten unterscheiden deshalb die Formen nach bestimmten Artikeln, nach ein beziehungsweise keine und ohne Artikel. Sie zeigen keine unterschiedlichen Bedeutungen, sondern unterschiedliche Satzumgebungen desselben Adjektivs.

Steigerung

Als sachliche Zuordnung wird das Adjektiv gewöhnlich nicht gesteigert. Unterschiede beschreibt man genauer, indem man die betreffende Eigenschaft oder den Vergleichsmaßstab nennt; eine Endung allein macht aus einer Zuordnung noch keinen sinnvoll messbaren Grad.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantinomischerantinomischeantinomischesantinomische
Genitivantinomischenantinomischerantinomischenantinomischer
Dativantinomischemantinomischerantinomischemantinomischen
Akkusativantinomischenantinomischeantinomischesantinomische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantinomischeantinomischeantinomischeantinomischen
Genitivantinomischenantinomischenantinomischenantinomischen
Dativantinomischenantinomischenantinomischenantinomischen
Akkusativantinomischenantinomischeantinomischeantinomischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativantinomischerantinomischeantinomischesantinomischen
Genitivantinomischenantinomischenantinomischenantinomischen
Dativantinomischenantinomischenantinomischenantinomischen
Akkusativantinomischenantinomischeantinomischesantinomischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Die folgende kurze Erläuterung ist ein selbst entworfenes Anwendungsbeispiel, kein Zitat aus einem Fachtext.

Ein erfundenes Regelsystem verlangt, dass dieselbe Tür zur selben Zeit vollständig offen und vollständig geschlossen sein müsse. Der Kommentar benennt die antinomische Forderung und erläutert ihre Unvereinbarkeit.

Die Bedingungen gleicher Gegenstand und gleicher Zeitpunkt sind entscheidend. Würden unterschiedliche Türen oder Zeiten gemeint, wäre der behauptete Widerspruch nicht in derselben Weise gegeben.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.