apophatisch

Apophatisch: durch Verneinung beziehungsweise die Zurücknahme positiver Bestimmungen vorgehend; in der Theologie besonders eine negative Redeweise über Gott betreffend.

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Was bedeutet apophatisch?

Apophatische Theologie versucht die Grenzen menschlicher Begriffe ernst zu nehmen. Statt Gott abschließend durch vertraute Eigenschaften zu bestimmen, erläutert sie etwa, was ihm nicht in gewöhnlichem Sinn zugeschrieben werden kann. Negativ bezeichnet hier eine Methode der Aussage, keine schlechte Bewertung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

„Der Text entfaltet eine apophatische Gottesrede.“

Er arbeitet mit der Begrenzung oder Verneinung menschlicher Bestimmungen.

„Die Untersuchung unterscheidet apophatische und affirmative Aussagen.“

Verneinende und bejahende Redeweisen werden gegenübergestellt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Atheistisch ist kein Synonym: Die Verneinung einzelner Bestimmungen ist nicht schon die Verneinung Gottes. Auch apophantisch, mit zusätzlichem n, ist ein anderes philosophisches Wort und darf nicht als bloße Schreibvariante behandelt werden.

Schreibweise und Grammatik

Adjektiv apophatisch, ohne n vor t. Formen: eine apophatische Aussage, ein apophatischer Ansatz. Vor einem Nomen stimmt die Endung mit dessen grammatischer Umgebung überein. In einer Verbindung mit sein bleibt die Grundform dagegen endungslos. Die Tabellen unten unterscheiden deshalb die Formen nach bestimmten Artikeln, nach ein beziehungsweise keine und ohne Artikel. Sie zeigen keine unterschiedlichen Bedeutungen, sondern unterschiedliche Satzumgebungen desselben Adjektivs.

Steigerung

Als sachliche Zuordnung wird das Adjektiv gewöhnlich nicht gesteigert. Unterschiede beschreibt man genauer, indem man die betreffende Eigenschaft oder den Vergleichsmaßstab nennt; eine Endung allein macht aus einer Zuordnung noch keinen sinnvoll messbaren Grad.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativapophatischerapophatischeapophatischesapophatische
Genitivapophatischenapophatischerapophatischenapophatischer
Dativapophatischemapophatischerapophatischemapophatischen
Akkusativapophatischenapophatischeapophatischesapophatische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativapophatischeapophatischeapophatischeapophatischen
Genitivapophatischenapophatischenapophatischenapophatischen
Dativapophatischenapophatischenapophatischenapophatischen
Akkusativapophatischenapophatischeapophatischeapophatischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativapophatischerapophatischeapophatischesapophatischen
Genitivapophatischenapophatischenapophatischenapophatischen
Dativapophatischenapophatischenapophatischenapophatischen
Akkusativapophatischenapophatischeapophatischesapophatischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Die folgende kurze Erläuterung ist ein selbst entworfenes Anwendungsbeispiel, kein Zitat aus einem Fachtext.

Ein erfundener Lehrsatz erklärt: „Mit apophatisch ist hier gemeint, dass vertraute menschliche Begriffe nicht als abschließende Bestimmungen Gottes gelten sollen.“

Die Erläuterung zeigt den methodischen Sinn der Verneinung. Sie bewertet keine Religion als wahr oder falsch und macht aus dem Begriff keine pauschale Absage an religiöse Sprache.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.