askanisch

Askanisch: das Adelsgeschlecht der Askanier, seine Angehörigen oder seine Herrschaft betreffend.

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Was bedeutet askanisch?

Das historische Adjektiv bezeichnet eine dynastische Zugehörigkeit. Die Askanier umfassen unterschiedliche Linien; ein Bauwerk oder eine Herrschaftsphase sollte deshalb möglichst genau zugeordnet werden. Der Ausdruck ist keine allgemeine Bezeichnung für alles Mittelalterliche oder alles aus Anhalt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

„Der Katalog nennt einen askanischen Fürsten.“

Die Person wird dem betreffenden Adelsgeschlecht zugeordnet.

„Die Untersuchung behandelt askanische Herrschaftsgebiete.“

Die dynastische Herrschaft bildet den Bezug.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Anhaltisch ist eine regionale beziehungsweise historische Bezeichnung und nicht in jedem Satz deckungsgleich. Auch askanisch beschreibt für sich genommen keinen bestimmten Baustil und keine einheitliche politische Haltung aller Angehörigen.

Schreibweise und Grammatik

Adjektiv askanisch, mit k und einem n. Formen: ein askanischer Herrscher, eine askanische Linie. Das Personen- beziehungsweise Geschlechtsnomen Askanier wird großgeschrieben. Vor einem Nomen stimmt die Endung mit dessen grammatischer Umgebung überein. In einer Verbindung mit sein bleibt die Grundform dagegen endungslos. Die Tabellen unten unterscheiden deshalb die Formen nach bestimmten Artikeln, nach ein beziehungsweise keine und ohne Artikel. Sie zeigen keine unterschiedlichen Bedeutungen, sondern unterschiedliche Satzumgebungen desselben Adjektivs.

Steigerung

Als sachliche Zuordnung wird das Adjektiv gewöhnlich nicht gesteigert. Unterschiede beschreibt man genauer, indem man die betreffende Eigenschaft oder den Vergleichsmaßstab nennt; eine Endung allein macht aus einer Zuordnung noch keinen sinnvoll messbaren Grad.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativaskanischeraskanischeaskanischesaskanische
Genitivaskanischenaskanischeraskanischenaskanischer
Dativaskanischemaskanischeraskanischemaskanischen
Akkusativaskanischenaskanischeaskanischesaskanische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativaskanischeaskanischeaskanischeaskanischen
Genitivaskanischenaskanischenaskanischenaskanischen
Dativaskanischenaskanischenaskanischenaskanischen
Akkusativaskanischenaskanischeaskanischeaskanischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativaskanischeraskanischeaskanischesaskanischen
Genitivaskanischenaskanischenaskanischenaskanischen
Dativaskanischenaskanischenaskanischenaskanischen
Akkusativaskanischenaskanischeaskanischesaskanischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Die folgende kurze Erläuterung ist ein selbst entworfenes Anwendungsbeispiel, kein Zitat aus einem Fachtext.

Ein erfundener Museumstext nennt einen Auftraggeber askanisch und ergänzt die betreffende Familienlinie. Den Stil des ausgestellten Gegenstands beschreibt er in einem eigenen Satz.

Diese Trennung unterscheidet Auftraggeberschaft und Gestaltung. Aus der dynastischen Zugehörigkeit lässt sich weder der genaue Entstehungszeitpunkt noch die Form eines Kunstwerks allein erschließen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.