außerehelich
Außerehelich bedeutet außerhalb einer Ehe oder außerhalb der bestehenden Ehe stattfindend; der genaue Bezug ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Was bedeutet außerehelich?
Außerehelich beschreibt einen Bezug außerhalb der Ehe. In eine außereheliche Beziehung kann die bestehende Ehe einer beteiligten Person der Bezugspunkt sein. Bei einer Geburt kann dagegen gemeint sein, dass die Eltern nicht miteinander verheiratet sind. Der genaue Zusammenhang entscheidet über die Aussage.
Deshalb ist das Wort nicht ohne Weiteres mit heimlich oder ehebrecherisch gleichzusetzen. Die Bezeichnung einer Geburt außerhalb einer Ehe behauptet beispielsweise nicht, dass überhaupt eine Ehe einer beteiligten Person besteht.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Der Roman schildert eine außereheliche Beziehung des verheirateten Erzählers.“ Der Satz benennt ausdrücklich die Ehe, außerhalb derer die Beziehung stattfindet.
- „Die Chronik unterscheidet zwischen ehelichen und außerehelichen Geburten.“ Beschrieben wird eine Einteilung der Chronik, nicht der Wert der betreffenden Menschen.
- „Welche Folgen die außereheliche Beziehung hat, zeigt sich erst im weiteren Verlauf.“ Das Adjektiv allein nennt weder Reaktionen noch Konsequenzen.
In einer Analyse wertende Ebenen trennen
Historische Texte können Beziehungen und Familienformen stark bewerten. Eine Analyse sollte solche Urteile einer Figur oder einer gesellschaftlichen Umgebung zuordnen. Sie muss sie nicht als eigenes Urteil übernehmen.
Nichtehelich kann in entsprechenden Zusammenhängen ausdrücken, dass keine Ehe zugrunde liegt. Unehelich begegnet ebenfalls, kann bei Personen jedoch abwertend wirken. Welche Formulierung passt, hängt vom Gegenstand und vom Sprachgebrauch des untersuchten Textes ab. Das Adjektiv außerehelich ist jedenfalls keine Charaktereigenschaft.
Richtige Schreibung
Außerehelich wird zusammengeschrieben. Zwischen außer und ehelich bleibt das e erhalten. In Deutschland und Österreich steht ß. Attributiv heißt es eine außereheliche Beziehung, im Dativ etwa aus einer außerehelichen Beziehung.
Eine Beziehung zur Ehe
Die sachliche Zuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Eine Beziehung wird durch längere Dauer nicht „außerehelicher“. Angaben über Dauer, Heimlichkeit oder Auswirkungen sind eigenständige Informationen.
Beugung im Überblick
Vor einem Nomen richtet sich die Endung nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Die Tabellen zeigen die Grundstufe. Die gemischten Pluralformen passen etwa nach keine oder meine; einen Plural von ein gibt es nicht.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | außerehelicher | außereheliche | außereheliches | außereheliche |
| Genitiv | außerehelichen | außerehelicher | außerehelichen | außerehelicher |
| Dativ | außerehelichem | außerehelicher | außerehelichem | außerehelichen |
| Akkusativ | außerehelichen | außereheliche | außereheliches | außereheliche |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | außereheliche | außereheliche | außereheliche | außerehelichen |
| Genitiv | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen |
| Dativ | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen |
| Akkusativ | außerehelichen | außereheliche | außereheliche | außerehelichen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | außerehelicher | außereheliche | außereheliches | außerehelichen |
| Genitiv | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen |
| Dativ | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen | außerehelichen |
| Akkusativ | außerehelichen | außereheliche | außereheliches | außerehelichen |
Die Grundregeln erklärt der Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Ein Figurenurteil kenntlich machen
Erfundene Szene: Eine Figur berichtet von einer Beziehung außerhalb ihrer Ehe. Ihre Schwester reagiert mit Vorwürfen, während der Erzähler die Begegnung ohne eigenes Urteil schildert.
Die Schwester verurteilt die außereheliche Beziehung. Ihre Vorwürfe zeigen ihre persönliche Bewertung; der Erzähler übernimmt diese Bewertung in der Szene nicht ausdrücklich.
Der Absatz trennt die erzählte Konstellation von den Urteilen darüber. Er macht keine zusätzlichen Aussagen über Rechtsfolgen oder die Haltung weiterer Figuren.
Weitere Wörter kannst du in der Adjektivliste mit Suche und Wortauswahl entdecken und für deinen Text sammeln.
