azurblau

Azurblau: in einem klaren, an den Himmel erinnernden Blau; eine häufig anschaulich oder gehoben verwendete Farbbezeichnung.

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Was bedeutet azurblau?

Das Wort kann Himmel, Wasser, Stoffe oder andere sichtbare Flächen beschreiben. Es benennt keinen einzigen für alle Verwendungen verbindlichen Farbcode. Die seltene, dichterische Form azurn bedeutet ebenfalls azurblau beziehungsweise himmelblau.

Illustrative Farbbeispiele. Der Farbname legt keinen einzigen verbindlichen Farbcode fest; Darstellung und Beleuchtung beeinflussen den Eindruck.

Eigene Beispiele mit Erklärung

„Über der Landschaft steht ein azurblauer Himmel.“

Die Formulierung hebt den klaren blauen Farbeindruck hervor.

„Die Erzählung beschreibt einen azurnen Schleier.“

Azurn ist eine seltenere, poetisch wirkende Entsprechung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Azurblau bezeichnet eine Farbe, nicht ihre Ursache. Azurblau erscheinendes Wasser ist deshalb nicht automatisch sauber oder ungefährlich. Solche Eigenschaften müssen unabhängig vom optischen Eindruck beurteilt werden.

Schreibweise und Grammatik

Adjektiv azurblau, zusammengeschrieben; gebeugt ein azurblauer Stoff. Die seltene Form azurn erhält ebenfalls Endungen: ein azurner Stoff, mit azurnem Stoff. Die Haupttabellen zeigen azurblau. Vor einem Nomen stimmt die Endung mit dessen grammatischer Umgebung überein. In einer Verbindung mit sein bleibt die Grundform dagegen endungslos. Die Tabellen unten unterscheiden deshalb die Formen nach bestimmten Artikeln, nach ein beziehungsweise keine und ohne Artikel. Sie zeigen keine unterschiedlichen Bedeutungen, sondern unterschiedliche Satzumgebungen desselben Adjektivs.

Steigerung

Als Farbname meist ohne Steigerung. Für Vergleiche sind heller, kräftiger blau oder intensiver azurblau verständlicher. Die Form azurblauer kann eine gewöhnliche Beugung sein, etwa in azurblauer Himmel.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativazurblauerazurblaueazurblauesazurblaue
Genitivazurblauenazurblauerazurblauenazurblauer
Dativazurblauemazurblauerazurblauemazurblauen
Akkusativazurblauenazurblaueazurblauesazurblaue
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativazurblaueazurblaueazurblaueazurblauen
Genitivazurblauenazurblauenazurblauenazurblauen
Dativazurblauenazurblauenazurblauenazurblauen
Akkusativazurblauenazurblaueazurblaueazurblauen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativazurblauerazurblaueazurblauesazurblauen
Genitivazurblauenazurblauenazurblauenazurblauen
Dativazurblauenazurblauenazurblauenazurblauen
Akkusativazurblauenazurblaueazurblauesazurblauen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Die folgende kurze Erläuterung ist ein selbst entworfenes Anwendungsbeispiel, kein Zitat aus einem Fachtext.

In einer erfundenen Landschaftsbeschreibung bildet ein azurblauer See einen Kontrast zu dunklen Felsen. Das Farbwort beschreibt das Bild, nicht die chemische Beschaffenheit des Wassers.

Die Erläuterung bindet die Wortwahl an ein konkretes sichtbares Merkmal. Welche Stimmung daraus entsteht, hängt von weiteren Einzelheiten der Darstellung ab.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.