bijektiv

Bijektiv: In der Mathematik: eine Zuordnung ist zugleich injektiv und surjektiv; jedes Element der Zielmenge wird von genau einem Element der Ausgangsmenge erreicht.

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Was bedeutet bijektiv?

Bei einer bijektiven Funktion passen Ausgangs- und Zielelemente eindeutig zueinander. Zwei verschiedene Ausgangselemente landen nicht beim selben Ziel, und kein Element der festgelegten Zielmenge bleibt unerreicht. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein.

Anschaulich lässt sich das mit nummerierten Garderobenhaken erklären. Hat jede Person genau einen eigenen Haken und ist jeder vorhandene Haken genau einer Person zugeteilt, liegt eine bijektive Zuordnung zwischen diesen beiden Mengen vor. Ein freier Haken oder ein gemeinsam genutzter Haken würde jeweils eine der Bedingungen verletzen.

Entscheidend sind die angegebenen Mengen. Die Formel allein genügt nicht immer: Das Quadrieren ist auf den reellen Zahlen nicht umkehrbar eindeutig, weil etwa 2 und −2 denselben Wert ergeben. Beschränkt man Ausgangs- und Zielmenge auf die nichtnegativen reellen Zahlen, wird diese Zuordnung bijektiv.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Zuordnung von drei Kindern zu drei verschieden nummerierten Fächern ist bijektiv, wenn jedes Kind ein eigenes Fach erhält.“ Es bleibt dann kein Fach frei und keines wird doppelt zugeordnet.
  • „Die Funktion f(x) = x + 1 von den reellen Zahlen zu den reellen Zahlen ist bijektiv.“ Zu jedem Zielwert y gehört genau der Ausgangswert y − 1.
  • „Vier Personen erhalten vier Kennungen, aber zwei Personen bekommen dieselbe Kennung: Die Zuordnung ist nicht bijektiv.“ Die bloße gleiche Anzahl genügt nicht; die konkrete Vergabe muss beide Bedingungen erfüllen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Injektiv bedeutet, dass verschiedene Eingaben verschiedene Ausgaben haben. Surjektiv bedeutet, dass die ganze Zielmenge erreicht wird. Bijektiv vereinigt diese Eigenschaften.

Eindeutig allein reicht als Erklärung nicht: Schon eine gewöhnliche Funktion weist jeder Eingabe genau einen Wert zu. Bei Bijektivität ist zusätzlich der Rückweg für jedes Zielelement eindeutig möglich. Das Wort eineindeutig wird hierfür ebenfalls verwendet.

Schreibweise und Grammatik

Bijektiv ist ein kleingeschriebenes Fachadjektiv mit j: eine bijektive Abbildung, ein bijektiver Zusammenhang, mit bijektiven Funktionen. Das Nomen lautet Bijektion, die Eigenschaft Bijektivität. Die Endungen ändern nicht den mathematischen Inhalt.

Steigerung

Im definierten mathematischen Sinn gibt es keine Steigerung. Eine Funktion ist bezüglich ihrer angegebenen Mengen bijektiv oder nicht. „Bijektiver“ kann als gebeugte Form auftreten, etwa in „ein bijektiver Zusammenhang“, ohne einen höheren Grad zu meinen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbijektiverbijektivebijektivesbijektive
Genitivbijektivenbijektiverbijektivenbijektiver
Dativbijektivembijektiverbijektivembijektiven
Akkusativbijektivenbijektivebijektivesbijektive
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbijektivebijektivebijektivebijektiven
Genitivbijektivenbijektivenbijektivenbijektiven
Dativbijektivenbijektivenbijektivenbijektiven
Akkusativbijektivenbijektivebijektivebijektiven
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbijektiverbijektivebijektivesbijektiven
Genitivbijektivenbijektivenbijektivenbijektiven
Dativbijektivenbijektivenbijektivenbijektiven
Akkusativbijektivenbijektivebijektivesbijektiven

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Übung verteilt drei Schlüssel auf drei Schließfächer. Schlüssel A passt nur zu Fach 1, B nur zu Fach 2 und C nur zu Fach 3.

Die Zuordnung ist bijektiv. Jeder Schlüssel hat genau ein Fach, jedes Fach hat genau einen zugeordneten Schlüssel. Wird ein viertes, unerreichbares Fach zur Zielmenge hinzugefügt, ist dieselbe Schlüsselzuordnung nicht mehr surjektiv und damit nicht mehr bijektiv.

Das Beispiel erklärt, warum die Zielmenge mitgenannt werden muss. Der Ausdruck ist keine bloße Würdigung einer ordentlichen Liste, sondern eine überprüfbare Aussage über deren Zuordnung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.