bundrein

Bundrein: Bei Saiteninstrumenten mit Bünden: so eingerichtet, dass die gegriffenen Töne an den Bünden in der vorgesehenen Stimmung zutreffend intonieren.

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Was bedeutet bundrein?

Bundrein beschreibt ein Merkmal von Instrumenten wie der Gitarre. Die Bünde teilen die schwingende Saite beim Greifen in unterschiedliche Längen. Stimmen die dadurch entstehenden Töne mit den vorgesehenen Tonhöhen überein, spricht man von Bundreinheit.

Im engeren Sinn betrifft das die richtige Position der Bünde. Im praktischen Sprachgebrauch wird jedoch häufig das gesamte Intonationsverhalten des Instruments mitgemeint. Auch Saiten, Saitenlage und die Auflagepunkte der Saiten können beeinflussen, wie genau gegriffene Töne ausfallen.

Ein Instrument kann bei leer angeschlagenen Saiten richtig gestimmt sein und trotzdem beim Greifen deutliche Abweichungen zeigen. Stimmen und Bundreinheit prüfen sind deshalb unterschiedliche Aufgaben. Die Eigenschaft sollte außerdem nicht aus einem einzigen gut klingenden Akkord abgeleitet werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Gitarre klingt leer gestimmt, zeigt aber in höheren Lagen Abweichungen.“ Das Beispiel trennt die Stimmung leerer Saiten von der Genauigkeit gegriffener Töne.
  • „Das Instrument wird über mehrere Bünde hinweg auf Bundreinheit geprüft.“ Eine Prüfung mehrerer Positionen passt zum umfassenden Anspruch des Wortes.
  • „Ein einzelner passender Ton beweist noch nicht, dass die Gitarre bundrein ist.“ Die Aussage erläutert die Grenze einer punktuellen Beobachtung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Oktavrein betrifft insbesondere das Verhältnis zwischen der leeren Saite und dem gegriffenen Oktavton am zwölften Bund. Diese Prüfung allein sagt noch nicht alles über sämtliche anderen Bünde. Gestimmt bedeutet zunächst, dass die betreffenden Saiten auf die gewünschten Ausgangstöne eingestellt sind.

Schreibweise und Grammatik

Das Adjektiv wird zusammengeschrieben: bundrein. Formen: ein bundreines Instrument, eine bundreine Gitarre, mit bundreinen Tönen. Das zugehörige Nomen heißt Bundreinheit. Der Wortbestandteil Bund meint hier die Metallstäbchen beziehungsweise Griffpositionen, keinen Zusammenschluss von Personen.

Steigerung

Sprachlich sind Vergleiche wie bundreiner möglich, wenn unterschiedlich große Abweichungen gemeint sind. Fachlich genauer ist oft mit geringeren Intonationsabweichungen. Ein Vergleich braucht mehrere nachvollziehbare Mess- oder Hörpunkte und nicht nur ein allgemeines Klangurteil.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbundreinerbundreinebundreinesbundreine
Genitivbundreinenbundreinerbundreinenbundreiner
Dativbundreinembundreinerbundreinembundreinen
Akkusativbundreinenbundreinebundreinesbundreine
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbundreinebundreinebundreinebundreinen
Genitivbundreinenbundreinenbundreinenbundreinen
Dativbundreinenbundreinenbundreinenbundreinen
Akkusativbundreinenbundreinebundreinebundreinen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativbundreinerbundreinebundreinesbundreinen
Genitivbundreinenbundreinenbundreinenbundreinen
Dativbundreinenbundreinenbundreinenbundreinen
Akkusativbundreinenbundreinebundreinesbundreinen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Musikstunde stimmen zwei Lernende eine Gitarre. Die leeren Saiten passen; beim Spielen höherer Töne hören sie dennoch Abweichungen. Die Lehrerin erläutert, weshalb Nachstimmen allein das Problem nicht zwingend erklärt.

Die Gitarre ist an den leeren Saiten gestimmt, wirkt beim Greifen aber nicht durchgehend bundrein. Die Beobachtung betrifft die Intonation in mehreren Lagen und muss getrennt von der Ausgangsstimmung betrachtet werden.

Der Absatz benennt den hörbaren Unterschied, ohne eine bestimmte technische Ursache zu behaupten. Ob Bünde, Saiten oder Einstellung verantwortlich sind, müsste am Instrument genauer geprüft werden.

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