chinesisch

Chinesisch: Auf China, chinesische Menschen, kulturelle Zusammenhänge oder chinesische Sprache und Schrift bezogen.

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Was bedeutet chinesisch?

Chinesisch kann verschiedene Bezüge herstellen. Bei einer chinesischen Stadt geht es um einen Ort, bei einem chinesischen Text um Sprache oder Herkunft und bei einer chinesischen Delegation um eine staatliche beziehungsweise institutionelle Zugehörigkeit. Das jeweilige Nomen hilft, die Bedeutung einzugrenzen.

Die Bezeichnung einer Person kann sich auf Herkunft, Staatsangehörigkeit oder eine Selbstzuordnung beziehen. Diese Angaben sind nicht ohne Weiteres austauschbar. Ebenso erlaubt das Adjektiv keine Aussage über bestimmte persönliche Eigenschaften oder politische Einstellungen.

Im sprachlichen Zusammenhang ist chinesisch eine weite Bezeichnung. Für eine genaue Beschreibung kann es nötig sein, eine Sprachform genauer zu benennen. In einer Buchvorstellung sollte zudem zwischen Originalsprache, Übersetzung und Herkunft der Autorin oder des Autors unterschieden werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Band enthält chinesische Originaltexte und deutsche Übersetzungen.“ Die Anordnung der Texte wird nach Sprache beschrieben.
  • „Die Geschichte spielt in einer chinesischen Stadt.“ Das Wort bezeichnet den Schauplatz; über die Herkunft der Schreibenden sagt es nichts.
  • „Die Ausstellung vergleicht chinesische und europäische Porzellangegenstände.“ Der Vergleich betrifft ausgewählte Gegenstände, nicht zwei vollkommen einheitliche Kulturen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Asiatisch ist geografisch erheblich weiter. Chinesischsprachig legt den Schwerpunkt ausdrücklich auf die Sprache. Keiner der Ausdrücke ist eine pauschale Charakterbeschreibung.

Die umgangssprachliche Wendung Das ist für mich chinesisch meint etwas Unverständliches. Sie beschreibt die fehlende Vertrautheit des Sprechers und keine Eigenschaft der Sprache selbst. Im sachlichen Text ist für mich unverständlich genauer.

Schreibweise und Grammatik

Als Adjektiv wird chinesisch klein geschrieben: ein chinesischer Text, mit chinesischen Schriftzeichen. Als substantivierter Sprachname schreibt man groß: Sie lernt Chinesisch, eine Übersetzung aus dem Chinesischen. Die Bedeutung als Sprachname ist von der gewöhnlichen Adjektivbeugung zu unterscheiden.

Steigerung

Als neutrale Angabe von Herkunft oder Sprache wird chinesisch gewöhnlich nicht gesteigert. Wendungen wie chinesischer wirken drücken eine subjektiv wahrgenommene kulturelle Prägung aus. Ohne eine Erklärung der beobachteten Merkmale können solche Vergleiche ungenau oder klischeehaft bleiben.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativchinesischerchinesischechinesischeschinesische
Genitivchinesischenchinesischerchinesischenchinesischer
Dativchinesischemchinesischerchinesischemchinesischen
Akkusativchinesischenchinesischechinesischeschinesische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativchinesischechinesischechinesischechinesischen
Genitivchinesischenchinesischenchinesischenchinesischen
Dativchinesischenchinesischenchinesischenchinesischen
Akkusativchinesischenchinesischechinesischechinesischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativchinesischerchinesischechinesischeschinesischen
Genitivchinesischenchinesischenchinesischenchinesischen
Dativchinesischenchinesischenchinesischenchinesischen
Akkusativchinesischenchinesischechinesischeschinesischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Schülerin bespricht einen zweisprachigen Gedichtband. Der erste Entwurf nennt ihn einfach chinesisch. Anschließend erklärt sie genauer, welche Texte in welcher Sprache abgedruckt sind.

Der Band stellt jedem chinesischen Original eine deutsche Übersetzung gegenüber. Meine Besprechung stützt sich auf die Übersetzungen; die Gestaltung der Originaltexte kann ich nur insoweit beschreiben, wie sie mir zugänglich ist.

Die Formulierung benennt die tatsächliche Arbeitsgrundlage. Sie behauptet keine Sprachkenntnisse, die die Schreibende nicht hat, und trennt die sprachliche Zuordnung des Textes von Vermutungen über seine Verfasser.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.