dadaistisch

Dadaistisch: Den Dadaismus betreffend oder an dessen künstlerische Ausdrucksweisen erinnernd.

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Was bedeutet dadaistisch?

Dadaistisch ordnet ein Werk, eine Handlung oder eine Gestaltung dem Dadaismus zu oder beschreibt eine Ähnlichkeit mit dessen Verfahren. Dazu können der spielerische Umgang mit Sprache, überraschende Zusammenstellungen und das Aufbrechen gewohnter Sinnzusammenhänge gehören.

Die beiden Verwendungen sind zu unterscheiden. Ein historisch dadaistisches Werk gehört in einen bestimmten kunstgeschichtlichen Zusammenhang. Eine heutige Aufführung kann dagegen dadaistisch wirken, ohne selbst Teil der historischen Bewegung zu sein. Im zweiten Fall werden Merkmale verglichen.

Dadaistisch ist kein genauer Ersatz für beliebig unsinnig. Eine Analyse sollte erklären, was am konkreten Werk die Zuordnung oder den Vergleich trägt. Sind es Lautfolgen statt gewöhnlicher Wörter, eine ungewöhnliche Anordnung oder die absichtliche Irritation vertrauter Erwartungen?

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Ausstellung zeigt dadaistische Arbeiten aus einer historischen Sammlung.“ Hier wird eine kunstgeschichtliche Zuordnung vorgenommen.
  • „Die frei erfundene Lautfolge wirkt in der Aufführung dadaistisch.“ Die Formulierung beschreibt eine Ähnlichkeit der Ausdrucksweise.
  • „Die Gruppe erklärt, welche Merkmale sie an der Collage dadaistisch findet.“ Das Urteil soll an der Gestaltung nachvollziehbar werden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Absurd oder ungewöhnlich sind weiter gefasst und bezeichnen nicht von sich aus einen kunstgeschichtlichen Bezug. Nicht jede überraschende Zusammenstellung ist deshalb schon dadaistisch.

Surrealistisch gehört zu einem anderen künstlerischen Zusammenhang. Auch wenn Werke beider Richtungen vertraute Erwartungen irritieren können, sollte die Zuordnung anhand der jeweiligen Verfahren und des historischen Kontexts erfolgen.

Schreibweise und Grammatik

Das Wort wird dadaistisch geschrieben. Es gehört zu Dada, Dadaist und Dadaismus. Vor einem Nomen wird es gebeugt: ein dadaistischer Text, eine dadaistische Collage, mit dadaistischen Elementen.

Steigerung

Die Formen dadaistischer und am dadaistischsten können eine stärkere Ähnlichkeit mit bestimmten Ausdrucksweisen bezeichnen. Eine historische Zugehörigkeit wird dadurch nicht genauer. Für einen Vergleich sollte benannt werden, welche Merkmale stärker hervortreten.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdadaistischerdadaistischedadaistischesdadaistische
Genitivdadaistischendadaistischerdadaistischendadaistischer
Dativdadaistischemdadaistischerdadaistischemdadaistischen
Akkusativdadaistischendadaistischedadaistischesdadaistische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdadaistischedadaistischedadaistischedadaistischen
Genitivdadaistischendadaistischendadaistischendadaistischen
Dativdadaistischendadaistischendadaistischendadaistischen
Akkusativdadaistischendadaistischedadaistischedadaistischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativdadaistischerdadaistischedadaistischesdadaistischen
Genitivdadaistischendadaistischendadaistischendadaistischen
Dativdadaistischendadaistischendadaistischendadaistischen
Akkusativdadaistischendadaistischedadaistischesdadaistischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schreibwerkstatt ordnet eine Gruppe ausgeschnittene Wörter neu an. Statt einer gewöhnlichen Mitteilung entsteht eine Folge, deren Klang und überraschende Verbindungen auffallen. Die Gruppe beschreibt anschließend ihr Verfahren.

Die Wortcollage wirkt dadaistisch angeregt, weil sie die gewohnte Mitteilungsfunktion aufbricht und mit unerwarteten Verbindungen spielt. Sie ist eine heutige Übung und wird nicht als historisches Werk ausgegeben.

Die Erklärung benennt die beobachtete Gestaltung und begrenzt die Aussage auf eine Anregung beziehungsweise Ähnlichkeit. Sie vermeidet eine kunstgeschichtliche Zuschreibung allein aufgrund eines ersten Eindrucks.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.