fesch

Fesch: ansprechend, schick oder attraktiv wirkend; besonders im österreichischen Gebrauch auch nett oder angenehm.

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Was bedeutet fesch?

Fesch ist ein umgangssprachliches, besonders in Österreich und im süddeutschen Raum vertrautes Lob des Aussehens oder Auftretens. Ein fescher Hut oder eine fesche Jacke gefällt durch seine beziehungsweise ihre Wirkung. Das Wort nennt keine feste Modevorschrift.

Bei Personen beschreibt fesch häufig den äußeren Eindruck. Eine attraktive Erscheinung sagt aber nicht automatisch etwas über Freundlichkeit, Zuverlässigkeit oder Fähigkeiten aus. Für eine Charakterisierung müssen solche Eigenschaften durch Verhalten belegt werden.

Regional kann fesch außerdem nett oder angenehm bedeuten. Welche Lesart passt, zeigt der Zusammenhang. Eine Aufforderung wie sei fesch kann auf freundliches Entgegenkommen zielen und meint dann nicht, dass die Person ihre Kleidung verändern soll.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Mit der neuen Jacke sah er richtig fesch aus.“ Das Lob bezieht sich auf den äußeren Eindruck und die Kleidung.
  • „Sie setzte einen feschen Hut auf und betrachtete die Wirkung im Spiegel.“ Fesch beschreibt ein subjektives Gefallen. Material oder Preis des Hutes werden nicht genannt.
  • „Sei fesch und reich mir bitte die Schüssel, sagte die österreichische Figur.“ In dieser regionalen Verwendung wird freundliches Entgegenkommen erbeten. Es handelt sich um ein eigenes Sprachbeispiel.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Schick liegt beim Aussehen sehr nahe und ist überregional geläufig. Elegant kann stärker eine gepflegte, stilvolle Wirkung hervorheben; fesch kann auch sportlich oder flott wirken.

Freundlich betrifft den Umgang mit anderen und passt nur zur entsprechenden regionalen Lesart. Modern bezeichnet einen Bezug zur Gegenwart oder Mode. Ein älteres Kleidungsstück kann trotzdem als fesch empfunden werden, wenn es der betrachtenden Person gefällt.

Schreibweise und Grammatik

Fesch wird mit sch geschrieben. Die Formen lauten ein fescher Hut, eine fesche Jacke und ein fesches Auftreten. Das Adjektiv bleibt nach aussehen ungebeugt: Das sieht fesch aus. Die kurze Form ist kein unvollständiges Wort und benötigt keine zusätzliche Endung im prädikativen Gebrauch.

Steigerung

Die Steigerung lautet fescher und am feschesten, auch am feschsten. Verglichen wird ein Eindruck von Attraktivität oder ansprechender Gestaltung. Dieser Vergleich hängt vom Geschmack und vom Anlass ab; er ist keine objektive Rangordnung von Menschen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfescherfeschefeschesfesche
Genitivfeschenfescherfeschenfescher
Dativfeschemfescherfeschemfeschen
Akkusativfeschenfeschefeschesfesche
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfeschefeschefeschefeschen
Genitivfeschenfeschenfeschenfeschen
Dativfeschenfeschenfeschenfeschen
Akkusativfeschenfeschefeschefeschen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativfescherfeschefeschesfeschen
Genitivfeschenfeschenfeschenfeschen
Dativfeschenfeschenfeschenfeschen
Akkusativfeschenfeschefeschesfeschen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Kostümprobe zieht eine Figur zwei unterschiedliche Jacken an. Eine Mitspielerin findet die kürzere Jacke fesch, weil sie gut zur lebhaften Bewegung der Rolle passt.

Die Mitspielerin nennt die kürzere Jacke fesch. Ihr Lob betrifft die Wirkung im Kostüm und ihre Passung zur dargestellten Rolle. Über den Charakter der tragenden Person sagt das Kleidungsurteil nichts aus.

Der Absatz ordnet das Lob einer Perspektive und einem konkreten Anlass zu. Er verwechselt Attraktivität nicht mit moralischer Qualität und macht den regional gefärbten Ausdruck verständlich. Bei einer Dialoganalyse kann die Wortwahl zusätzlich den Sprachstil der sprechenden Figur kennzeichnen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.