immergrün

Immergrün bezeichnet Pflanzen, die das ganze Jahr über grüne Blätter oder Nadeln tragen. Übertragen kann das Wort etwas dauerhaft Beliebtes beschreiben.

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Was bedeutet immergrün?

Bei immergrünen Pflanzen bleibt grünes Laub auch in der kalten Jahreszeit vorhanden. Das bedeutet nicht, dass jedes einzelne Blatt für immer an der Pflanze bleibt. Entscheidend ist die ganzjährige Belaubung der Pflanze insgesamt.

Im übertragenen Gebrauch kann etwa eine Melodie immergrün genannt werden, wenn sie über lange Zeit beliebt bleibt. Hier wird die pflanzliche Eigenschaft auf eine fortdauernde kulturelle Wirkung übertragen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die immergrüne Hecke bildet auch im Winter einen Sichtschutz.“ Der Satz hebt die ganzjährige Belaubung hervor.
  • „Ein immergrüner Baum kann einzelne alte Nadeln verlieren.“ Die Gesamtbezeichnung schließt einen Wechsel einzelner Pflanzenteile nicht aus.
  • „Der Refrain gehört zu den immergrünen Melodien des Chors.“ Die Formulierung meint übertragen eine anhaltende Beliebtheit.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Grün allein beschreibt nur eine Farbe oder einen Zustand. Immergrün enthält zusätzlich die zeitliche Aussage über die Belaubung.

Winterhart ist keine Entsprechung: Dabei geht es um das Überstehen winterlicher Bedingungen. Aus ganzjährig grünen Blättern allein lässt sich keine unbegrenzte Widerstandsfähigkeit gegen Frost ableiten.

Schreibweise und Grammatik

Das Adjektiv wird zusammengeschrieben: immergrün. Vor einem Nomen erhält es Endungen: ein immergrüner Strauch, mit immergrünen Blättern. Das Immergrün ist dagegen eine großgeschriebene Pflanzenbezeichnung.

Steigerung

Als botanische Einordnung wird das Wort gewöhnlich nicht gesteigert. Zum Vergleichen eignen sich konkrete Angaben zur Belaubung oder zur Dauer der Blatthaltung besser als „immergrüner“.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimmergrünerimmergrüneimmergrünesimmergrüne
Genitivimmergrünenimmergrünerimmergrünenimmergrüner
Dativimmergrünemimmergrünerimmergrünemimmergrünen
Akkusativimmergrünenimmergrüneimmergrünesimmergrüne
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimmergrüneimmergrüneimmergrüneimmergrünen
Genitivimmergrünenimmergrünenimmergrünenimmergrünen
Dativimmergrünenimmergrünenimmergrünenimmergrünen
Akkusativimmergrünenimmergrüneimmergrüneimmergrünen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimmergrünerimmergrüneimmergrünesimmergrünen
Genitivimmergrünenimmergrünenimmergrünenimmergrünen
Dativimmergrünenimmergrünenimmergrünenimmergrünen
Akkusativimmergrünenimmergrüneimmergrünesimmergrünen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Gartenbeschreibung werden zwei Hecken im Januar verglichen. Eine steht ohne Blätter da, die andere trägt weiterhin grünes Laub.

Die immergrüne Hecke gliedert den Garten auch im Winter. Ihr Laub bleibt Teil der Beschreibung, während die kahle Nachbarhecke den Blick auf die Zweige freigibt.

Der Absatz nutzt die Eigenschaft für einen anschaulichen Vergleich. Er macht daraus keine Aussage über sämtliche Pflegeansprüche oder die Frostverträglichkeit der Pflanzen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.