impardonnabel

Impardonnabel bedeutet unverzeihlich. Das veraltete Fremdwort drückt eine besonders scharfe Missbilligung aus.

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Was bedeutet impardonnabel?

Mit impardonnabel wird nicht nur festgestellt, dass jemand einen Fehler gemacht hat. Die sprechende Person erklärt ihn für so schwerwiegend, dass sie ihn nicht verzeihen kann oder will. Der Ausdruck enthält damit ein Urteil, keinen neutralen Bericht über das Geschehen.

In heutigen Texten wirkt das Wort auffällig gehoben oder altertümlich. In einer erfundenen Figurenrede kann es diese Sprachhaltung zeigen. In einer sachlichen Erklärung ist unverzeihlich meist unmittelbar verständlicher.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Gastgeberin nennt das Verhalten impardonnabel.“ Die starke Bewertung stammt von der Gastgeberin; die Erzählung muss sie nicht teilen.
  • „Er spricht von einem impardonnablen Vertrauensbruch.“ Das Nomen benennt den Grund, weshalb er eine Verzeihung ausschließt.
  • „Die ungewöhnliche Wortwahl impardonnabel lässt die Rüge förmlich wirken.“ Hier geht es um die Wirkung der Ausdrucksweise.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Unangemessen ist schwächer und besagt zunächst, dass etwas nicht zur Situation passt. Unverzeihlich entspricht der starken Wertung genauer.

Ein unentschuldbarer Fehler und eine impardonnable Handlung können im Kontext ähnlich bewertet werden. Trotzdem sollte erklärt werden, wer die Wertung ausspricht und welchen Vorfall sie betrifft.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung lautet impardonnabel, mit Doppel-n. Bei der Beugung entfällt das unbetonte e aus der Endsilbe: ein impardonnabler Fehler, eine impardonnable Handlung.

Steigerung

In der üblichen absoluten Bedeutung wird das Wort nicht gesteigert. Eine stärkere Empörung lässt sich etwa durch die Begründung oder den Gesprächsverlauf zeigen, ohne eine künstliche Rangfolge zu bilden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimpardonnablerimpardonnableimpardonnablesimpardonnable
Genitivimpardonnablenimpardonnablerimpardonnablenimpardonnabler
Dativimpardonnablemimpardonnablerimpardonnablemimpardonnablen
Akkusativimpardonnablenimpardonnableimpardonnablesimpardonnable
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimpardonnableimpardonnableimpardonnableimpardonnablen
Genitivimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablen
Dativimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablen
Akkusativimpardonnablenimpardonnableimpardonnableimpardonnablen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativimpardonnablerimpardonnableimpardonnablesimpardonnablen
Genitivimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablen
Dativimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablenimpardonnablen
Akkusativimpardonnablenimpardonnableimpardonnablesimpardonnablen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung verrät eine Figur absichtlich ein anvertrautes Geheimnis. Die betroffene Freundin nennt diesen Vertrauensbruch impardonnabel und beendet das Gespräch.

Mit impardonnabel drückt die Freundin aus, dass sie die absichtliche Weitergabe des Geheimnisses nicht verzeihen will. Die förmliche Wortwahl verstärkt in der Szene ihre entschiedene Distanz.

Die Analyse erklärt die Haltung der sprechenden Figur. Sie legt nicht fest, ob eine spätere Versöhnung innerhalb der Erzählung ausgeschlossen ist.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.