indefinibel

Indefinibel bedeutet nicht genau bestimmbar oder nicht klar zu definieren. Das seltene bildungssprachliche Wort kann auch etwas schwer Erklärbares bezeichnen.

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Was bedeutet indefinibel?

Eine indefinible Empfindung lässt sich nicht eindeutig benennen oder abgrenzen. Damit ist nicht gesagt, dass sie unwichtig oder nur eingebildet wäre. Die Bezeichnung betrifft zunächst die Schwierigkeit, sie sprachlich oder begrifflich festzulegen.

In Beschreibungen sollte nach Möglichkeit trotzdem etwas Beobachtbares folgen. Wer nur von einem indefiniblen Eindruck spricht, gibt den Lesenden wenig Orientierung. Hinweise auf widersprüchliche Empfindungen oder wechselnde Merkmale können verständlich machen, weshalb die Zuordnung schwerfällt.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Im Zimmer lag ein indefinibler Geruch.“ Der Geruch wird wahrgenommen, kann aber keiner eindeutigen Ursache oder vertrauten Geruchsart zugeordnet werden.
  • „Sie beschreibt ein indefinibles Unbehagen.“ Die Empfindung ist vorhanden, ihr genauer Charakter bleibt zunächst unklar.
  • „Der Ausdruck wirkt indefinibel, weil der Text keine feste Bedeutung vorgibt.“ Hier betrifft die Unbestimmtheit einen Begriff, nicht ein körperliches Empfinden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Undefiniert heißt zunächst, dass noch keine Definition angegeben wurde. Indefinibel behauptet stärker, dass sich etwas nicht klar bestimmen oder definieren lässt.

Indefinit ist besonders ein grammatisches Fachwort für Unbestimmtheit. Ein indefiniter Artikel ist nicht unverständlich oder undefinierbar. Die Wörter dürfen trotz des ähnlichen Anfangs nicht vertauscht werden.

Schreibweise und Grammatik

Die Grundform lautet indefinibel. Vor Beugungsendungen entfällt das unbetonte e: ein indefinibler Eindruck, eine indefinible Stimmung. Nach sein steht die Grundform.

Steigerung

Das Adjektiv wird gewöhnlich nicht gesteigert. Für Abstufungen eignen sich schwerer zu bestimmen oder eine Erklärung der wachsenden Unsicherheit.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindefiniblerindefinibleindefiniblesindefinible
Genitivindefiniblenindefiniblerindefiniblenindefinibler
Dativindefiniblemindefiniblerindefiniblemindefiniblen
Akkusativindefiniblenindefinibleindefiniblesindefinible
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindefinibleindefinibleindefinibleindefiniblen
Genitivindefiniblenindefiniblenindefiniblenindefiniblen
Dativindefiniblenindefiniblenindefiniblenindefiniblen
Akkusativindefiniblenindefinibleindefinibleindefiniblen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativindefiniblerindefinibleindefiniblesindefiniblen
Genitivindefiniblenindefiniblenindefiniblenindefiniblen
Dativindefiniblenindefiniblenindefiniblenindefiniblen
Akkusativindefiniblenindefinibleindefiniblesindefiniblen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung fühlt sich eine Figur nach einem Wiedersehen zugleich erleichtert und bedrückt. Sie kann keinen einzelnen Anlass für ihr Unbehagen nennen.

Ihr zunächst indefinibles Gefühl wird durch den Gegensatz zwischen Erleichterung und Bedrückung anschaulich. Die Figur nimmt den inneren Zustand wahr, kann ihn aber noch nicht eindeutig benennen.

Die Formulierung erklärt das schwer Bestimmbare, statt das Fremdwort als Ersatz für jede genauere Beschreibung zu verwenden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.