italienisch

Italienisch bedeutet Italien, seine Bevölkerung oder die italienische Sprache betreffend.

Adjektivliste & Wortwerkstatt öffnen

Was bedeutet italienisch?

Der Zusammenhang entscheidet, ob Herkunft, Sprache oder kulturelle Gestaltung gemeint ist. Ein italienischer Film kann über die Produktion eingeordnet sein; ein italienischer Dialog benennt seine Sprache. Ein Gericht italienischer Art muss nicht in Italien zubereitet worden sein.

Bei einer Beschreibung sollte das Adjektiv deshalb nicht mehr behaupten, als tatsächlich bekannt ist. „Nach italienischem Rezept zubereitet“ bezeichnet etwas anderes als „aus Italien importiert“.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Sie liest einen italienischen Roman in deutscher Übersetzung.“ Der literarische und sprachliche Bezug wird durch die Übersetzungsangabe genauer.
  • „Der Chor übt die italienische Aussprache des Liedtextes.“ Hier geht es ausdrücklich um die Sprache.
  • „Das Gericht wird nach einem italienischen Rezept gekocht.“ Beschrieben ist die Rezepttradition, nicht der Herkunftsort sämtlicher Zutaten.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Italisch ist ein historisches und sprachwissenschaftliches Fachwort. Es ist keine beliebig austauschbare Kurzform von italienisch.

Italienischsprachig verdeutlicht den Sprachbezug. Aus Italien verdeutlicht eine Herkunft, ohne automatisch eine bestimmte Ausdrucksweise oder Stilrichtung zu behaupten.

Schreibweise und Grammatik

Das Adjektiv lautet italienisch: ein italienischer Satz, mit italienischen Untertiteln. Als Sprachname wird es großgeschrieben: Italienisch lernen, auf Italienisch.

Steigerung

Bei einer Herkunfts- oder Zugehörigkeitsangabe wird das Wort nicht sinnvoll gesteigert. Falls ein Text etwas als besonders landestypisch bewertet, sollte er die konkreten Merkmale nennen, statt nationale Zugehörigkeit wie eine messbare Eigenschaft abzustufen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativitalienischeritalienischeitalienischesitalienische
Genitivitalienischenitalienischeritalienischenitalienischer
Dativitalienischemitalienischeritalienischemitalienischen
Akkusativitalienischenitalienischeitalienischesitalienische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativitalienischeitalienischeitalienischeitalienischen
Genitivitalienischenitalienischenitalienischenitalienischen
Dativitalienischenitalienischenitalienischenitalienischen
Akkusativitalienischenitalienischeitalienischeitalienischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativitalienischeritalienischeitalienischesitalienischen
Genitivitalienischenitalienischenitalienischenitalienischen
Dativitalienischenitalienischenitalienischenitalienischen
Akkusativitalienischenitalienischeitalienischesitalienischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Theaterankündigung stammt das Stück aus Italien, gespielt wird eine deutsche Übersetzung. Ein Lied bleibt in der Sprache des Originals erhalten.

Das italienische Stück wird auf Deutsch aufgeführt. Ein Lied ist weiterhin auf Italienisch zu hören.

Die Ankündigung trennt Herkunft des Werks und Sprache der Aufführung. Das ist für das Publikum hilfreicher als eine unbestimmte Angabe „italienisches Theater“.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.