legendär

Legendär bedeutet mit einer Legende verbunden, sagenhaft berühmt oder außergewöhnlich erinnerungswürdig. Umgangssprachlich wird es auch als begeistertes Lob für etwas Großartiges gebraucht.

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Was bedeutet legendär?

Die wörtlichere Lesart verweist auf erzählte Überlieferung: Eine legendäre Gestalt ist durch Geschichten bekannt. Bei einem legendären Konzert steht dagegen häufig sein besonderer Ruf im Vordergrund. Legendär beweist weder historische Wahrheit noch historische Unwahrheit.

In Werbesprache wird das Wort großzügig eingesetzt. Eine erst angekündigte Veranstaltung kann noch keinen langjährigen Ruf besitzen; das wird legendär ist dann eine Erwartung oder Übertreibung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Erzählung berichtet von einem legendären Schatz im Gebirge.“ Der Schatz gehört zur überlieferten Geschichte; sein tatsächliches Vorhandensein ist damit nicht belegt.
  • „Die legendäre Aufführung wird im Verein noch Jahre später erwähnt.“ Der besondere Ruf zeigt sich an der fortdauernden Erinnerung.
  • „„Dieser Abend wird legendär“, verspricht der Gastgeber.“ Hier steht das Wort für überschwängliche Vorfreude, nicht für einen schon erworbenen Ruf.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Berühmt beschreibt große Bekanntheit. Legendär ergänzt oft eine besondere Erzähltradition oder einen außergewöhnlichen Ruf.

Fiktiv bedeutet erfunden. Eine legendäre Person muss nicht frei erfunden sein; reale Personen können ebenfalls von vielen Geschichten umgeben werden.

Schreibweise und Grammatik

Legendär wird mit ä geschrieben und vor einem Nomen gebeugt: ein legendärer Auftritt. Das zugehörige Nomen lautet Legende.

Steigerung

Legendär – legendärer – am legendärsten kommt in wertender oder umgangssprachlicher Verwendung vor. Bei einer bloßen Zuordnung zu einer Legende ist ein solcher Vergleich meist unnötig.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlegendärerlegendärelegendäreslegendäre
Genitivlegendärenlegendärerlegendärenlegendärer
Dativlegendäremlegendärerlegendäremlegendären
Akkusativlegendärenlegendärelegendäreslegendäre
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlegendärelegendärelegendärelegendären
Genitivlegendärenlegendärenlegendärenlegendären
Dativlegendärenlegendärenlegendärenlegendären
Akkusativlegendärenlegendärelegendärelegendären
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlegendärerlegendärelegendäreslegendären
Genitivlegendärenlegendärenlegendärenlegendären
Dativlegendärenlegendärenlegendärenlegendären
Akkusativlegendärenlegendärelegendäreslegendären

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Vereinschronik nennt einen Auftritt legendär und erklärt den Anlass.

Der improvisierte Auftritt gilt im Verein als legendär: Noch Jahrzehnte später erzählen Mitglieder, wie die Gruppe trotz ausgefallener Beleuchtung weiterspielte. Die Chronik beschreibt damit den Ruf innerhalb dieser Gemeinschaft.

Der Zusatz begrenzt die Aussage. Legendär im Verein bedeutet nicht automatisch weltberühmt, und die wiederholte Erzählung ersetzt keine Prüfung jedes Details.

Ist jede legendäre Person erfunden?

Nein. Auch eine historische Person kann einen legendären Ruf besitzen oder Gegenstand von Legenden werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.