lichterloh
Lichterloh bedeutet mit hellen, stark aufschlagenden Flammen. Typisch ist die Wendung lichterloh brennen; bildlich kann sie auch eine heftige Gefühlsregung ausdrücken.
Was bedeutet lichterloh?
Das Wort verstärkt den Eindruck eines Feuers. Es beschreibt nicht bloß einen schwachen Lichtschein oder ein langsames Glimmen. Bei einem bildlich lichterloh brennenden Herzen wird die Intensität eines Gefühls veranschaulicht.
Lichterloh wird überwiegend unverändert beim Verb verwendet. Manche Wörterbücher ordnen es deshalb als Adverb ein, andere als vorwiegend adverbial gebrauchtes Adjektiv. Für den üblichen Satz ist diese unterschiedliche Einordnung ohne Folgen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „In der Erzählung brennt die Scheune lichterloh.“ Die Flammen werden als hell und stark dargestellt.
- „Die letzte Glut glimmt nur noch; lichterloh brennt nichts mehr.“ Glimmen und aufflammendes Feuer werden unterschieden.
- „Sein Herz brennt lichterloh vor Begeisterung.“ Das Feuer ist ein Bild für ein starkes Gefühl.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Hell beschreibt einen Lichteindruck, ohne notwendigerweise Flammen zu meinen. Glühend kann Hitze und Licht ohne offene Flammen bezeichnen.
Bei leidenschaftlich wird eine Gefühlsintensität direkter benannt. Lichterloh brennen stellt sie bildlich dar und benötigt einen passenden Zusammenhang.
Schreibweise und Grammatik
Die Schreibung ist ein Wort: lichterloh, mit h am Ende. In es brennt lichterloh bleibt es unverändert. Vor einem Nomen lautet die übliche Konstruktion ein lichterloh brennendes Haus; die Endung steht an brennend.
Steigerung
Üblicherweise wird lichterloh nicht gesteigert. Für eine stärkere Brandwirkung sind konkret beschriebene Flammen sinnvoller als seltene Formen wie lichterloher.
Übliche Satzformen
| Verwendung | Beispiel |
|---|---|
| beim Verb | Die Scheune brennt lichterloh. |
| Maskulin, Nominativ | ein lichterloh brennender Schuppen |
| Feminin, Nominativ | eine lichterloh brennende Scheune |
| Neutrum, Nominativ | ein lichterloh brennendes Haus |
| Plural, Nominativ | lichterloh brennende Zweige |
Seltene unmittelbare Adjektivformen sind in Wörterbüchern verzeichnet. Für die geläufige Verbindung ist die Beugung von brennend maßgeblich.
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Erzählung soll einen heftigen Eindruck erzeugen, ohne Glut und Flammen gleichzusetzen.
Das Feuer brennt lichterloh; helle Flammen schlagen über dem Holz zusammen. Später glimmt nur noch die Glut. Der Wechsel der Wörter macht den veränderten Zustand anschaulich.
Die Beschreibung ist erzählerisch. Das Wort allein nennt weder eine Temperatur noch das genaue Ausmaß eines Brandes.
Wo steht die Endung in „ein lichterloh brennendes Haus“?
An brennendes. Lichterloh bleibt in dieser Verbindung unverändert.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
