lind

Lind bedeutet gehoben oder dichterisch angenehm mild, sanft oder weich. Typisch sind Verbindungen wie linder Wind und linde Worte.

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Was bedeutet lind?

Das Wort bezeichnet meist einen wohltuenden, nicht harten Eindruck. Je nach Nomen geht es um Temperatur, Berührung, Klang oder die Art des Umgangs.

Lind wirkt im heutigen Alltag auffällig poetisch. Für einen neutralen Sachtext sind mild oder sanft oft geläufiger. Die passende Umschreibung hängt davon ab, was beschrieben wird.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Ein linder Wind streicht über die Terrasse.“ Der Wind wird als mild und angenehm empfunden.
  • „Mit linden Worten beruhigt die Figur das Kind.“ Die Ausdrucksweise wirkt sanft und zugewandt.
  • „Die linde Luft passt zum ruhigen Beginn der Szene.“ Der poetische Ausdruck trägt zur Atmosphäre bei.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Mild passt besonders zu Klima, Geschmack oder zurückhaltenden Urteilen. Sanft hebt eine weiche, schonende Wirkung hervor.

Linden kann ein eigenständiges Materialadjektiv für Lindenholz sein. In mit linden Worten ist linden dagegen eine gebeugte Form von lind.

Schreibweise und Grammatik

Lind wird mit d geschrieben. Die Nebenform linde ist ebenfalls belegt. Vor Nomen stehen Formen wie linder Wind, linde Luft und lindes Licht.

Steigerung

Lind – linder – am lindesten ist möglich; auch am lindsten ist belegt. Die Form linder kann außerdem eine gebeugte Grundform sein.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlinderlindelindeslinde
Genitivlindenlinderlindenlinder
Dativlindemlinderlindemlinden
Akkusativlindenlindelindeslinde
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlindelindelindelinden
Genitivlindenlindenlindenlinden
Dativlindenlindenlindenlinden
Akkusativlindenlindelindelinden
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativlinderlindelindeslinden
Genitivlindenlindenlindenlinden
Dativlindenlindenlindenlinden
Akkusativlindenlindelindeslinden

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Gedichtanalyse betrachtet die Wortgruppe „linder Abendwind“.

Lind lässt den Wind angenehm und sanft erscheinen. Zusammen mit dem Abendmotiv entsteht ein ruhiger Eindruck. Eine bedrohliche Szene könnte dasselbe Wort allerdings auch als auffälligen Gegensatz einsetzen.

Die Wirkung wird aus der Wortgruppe und ihrem Zusammenhang erklärt. Eine feste Stimmung für jedes Vorkommen des Adjektivs folgt daraus nicht.

Ist linder in „linder Wind“ zwingend ein Komparativ?

Nein. Hier kann es die starke Beugungsform der Grundstufe sein. Ein Vergleich wäre etwa „der Wind ist linder als gestern“.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.