metaphysisch

Metaphysisch bedeutet grundlegende philosophische Fragen nach Wirklichkeit, Sein und ihren Voraussetzungen betreffend.

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Was bedeutet metaphysisch?

Metaphysische Fragen können sich darauf richten, was überhaupt existiert, wie Veränderung möglich ist oder in welchem Verhältnis Körper und Geist stehen. Sie gehen über die Beschreibung eines einzelnen beobachteten Ereignisses hinaus.

Das Wort wird außerhalb philosophischer Fachtexte gelegentlich lockerer für etwas Jenseitiges oder dem unmittelbaren Zugriff Entzogenes gebraucht. Der philosophische Ausdruck bedeutet aber nicht einfach magisch oder übernatürlich.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Das Seminar untersucht metaphysische Fragen nach Identität und Veränderung.“ Grundbegriffe der Wirklichkeit werden betrachtet.
  • „Die Figur sucht nach einem metaphysischen Grund ihres Daseins.“ Die Frage richtet sich auf eine grundlegende Erklärung der Existenz.
  • „Der Aufsatz trennt die Messung von ihren metaphysischen Voraussetzungen.“ Beobachtung und grundlegende Annahmen werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Physikalisch betrifft die Physik und ihre Gegenstände. Metaphysisch benennt eine philosophische Fragestellung. Übernatürlich ist nur in bestimmten Kontexten eine passende Umschreibung und würde die fachliche Bedeutung sonst zu stark verengen.

Schreibweise und Grammatik

Metaphysisch wird mit ph und y geschrieben. Formen: eine metaphysische Frage, mit metaphysischen Annahmen. Das zugehörige Nomen ist Metaphysik.

Steigerung

Als Fachzuordnung meist keine Steigerung. Bei einer Schwerpunktbeschreibung ist stärker metaphysisch ausgerichtet genauer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetaphysischermetaphysischemetaphysischesmetaphysische
Genitivmetaphysischenmetaphysischermetaphysischenmetaphysischer
Dativmetaphysischemmetaphysischermetaphysischemmetaphysischen
Akkusativmetaphysischenmetaphysischemetaphysischesmetaphysische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetaphysischemetaphysischemetaphysischemetaphysischen
Genitivmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischen
Dativmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischen
Akkusativmetaphysischenmetaphysischemetaphysischemetaphysischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetaphysischermetaphysischemetaphysischesmetaphysischen
Genitivmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischen
Dativmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischenmetaphysischen
Akkusativmetaphysischenmetaphysischemetaphysischesmetaphysischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Textanalyse beschreibt einen Wechsel der Fragen in einem Gedankengang.

Zuerst fragt die Figur, warum das Haus zerstört wurde. Später weitet sie ihre Überlegung aus: Was bleibt von einem Ding, wenn sich alle seine Teile verändern? Damit gewinnt der Gedankengang eine metaphysische Richtung.

Die konkrete Zerstörungsursache und die allgemeine Frage nach Identität werden getrennt. Die Analyse behauptet nicht, dass der Text darauf bereits eine abschließende Antwort liefert.

Ist metaphysisch immer gleichbedeutend mit magisch?

Nein. Es bezeichnet besonders grundlegende philosophische Fragen nach Sein und Wirklichkeit.

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