metonymisch

Metonymisch bedeutet, dass etwas durch einen sachlich damit verbundenen Ausdruck bezeichnet wird.

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Was bedeutet metonymisch?

Bei einer metonymischen Formulierung steht beispielsweise der Name einer Autorin für ihre Werke oder ein Ort für die dort handelnde Institution. Der gemeinte Gegenstand und der verwendete Ausdruck hängen im Zusammenhang tatsächlich zusammen.

Solche Formulierungen kommen nicht nur in Gedichten vor. Auch Alltagssprache und Nachrichten verwenden sie. Bei der Analyse hilft die Frage: Was wird wörtlich genannt, was ist gemeint, und welche Beziehung verbindet beides?

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Formulierung „Das Rathaus widerspricht“ ist metonymisch, wenn die Stadtverwaltung gemeint ist.“ Der Ort beziehungsweise das Gebäude steht für die handelnde Institution.
  • „In „Sie liest heute Kafka“ wird der Autorenname metonymisch gebraucht.“ Gemeint sind Texte des Autors, nicht die Person als lesbarer Gegenstand.
  • „Der Name des Herstellers kann metonymisch für sein Produkt stehen.“ Zwischen Erzeuger und Erzeugnis besteht eine sachliche Beziehung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Die Metonymie ist das Stilmittel; metonymisch ist das zugehörige Adjektiv. Eine Metapher beruht typischerweise auf einer Übertragung aufgrund von Ähnlichkeit. Bei Metonymie steht dagegen ein Zusammenhang wie Autor und Werk im Vordergrund; Grenzfälle benötigen Kontext.

Schreibweise und Grammatik

Metonymisch wird mit y und einem n geschrieben. Formen: metonymischer Ausdruck, in metonymischer Verwendung.

Steigerung

Als Einordnung eines sprachlichen Verfahrens gewöhnlich nicht gesteigert. Die Häufigkeit metonymischer Ausdrücke kann gesondert verglichen werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetonymischermetonymischemetonymischesmetonymische
Genitivmetonymischenmetonymischermetonymischenmetonymischer
Dativmetonymischemmetonymischermetonymischemmetonymischen
Akkusativmetonymischenmetonymischemetonymischesmetonymische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetonymischemetonymischemetonymischemetonymischen
Genitivmetonymischenmetonymischenmetonymischenmetonymischen
Dativmetonymischenmetonymischenmetonymischenmetonymischen
Akkusativmetonymischenmetonymischemetonymischemetonymischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmetonymischermetonymischemetonymischesmetonymischen
Genitivmetonymischenmetonymischenmetonymischenmetonymischen
Dativmetonymischenmetonymischenmetonymischenmetonymischen
Akkusativmetonymischenmetonymischemetonymischesmetonymischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Nachrichtenanalyse untersucht den Satz Das Rathaus widerspricht dem Plan.

„Das Rathaus“ wird metonymisch verwendet: Nicht das Gebäude spricht, sondern die zuständige Stadtverwaltung. Die Verkürzung bündelt mehrere handelnde Personen unter einer institutionellen Bezeichnung; für die genaue Verantwortlichkeit muss der Bericht sie gegebenenfalls benennen.

Die Analyse erklärt Ausdruck, Gemeintes und Beziehung und fragt zusätzlich nach der Wirkung der Verkürzung.

Welche drei Fragen helfen bei metonymischen Formulierungen?

Was wird genannt, was ist gemeint und welcher sachliche Zusammenhang verbindet beide?

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.