myanmarisch

Myanmarisch bedeutet „auf Myanmar bezogen, von dort stammend oder dazugehörig“.

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Was bedeutet myanmarisch?

Das Adjektiv myanmarisch ordnet etwas dem Land Myanmar zu. Es wird beispielsweise für Institutionen, Personen oder Vorgänge mit einem entsprechenden Landesbezug verwendet.

In älteren Texten können andere Landesbezeichnungen und daran angelehnte Adjektive begegnen. Bei ihrer Einordnung sollte der zeitliche Kontext erhalten bleiben. Auch Landeszugehörigkeit, ethnische Zuordnung und Sprache sind nicht automatisch dasselbe.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Eine myanmarische Journalistin berichtet über das Ereignis.“ Das Adjektiv bezeichnet ihren Landesbezug.
  • „Das Projekt sammelt myanmarische Publikationen.“ Der Text sollte erklären, ob Erscheinungsort, Verlag oder Thema gemeint sind.
  • „Die Ausstellung widmet sich myanmarischer Gegenwartskunst.“ Die geografisch-kulturelle Zuordnung ist weiter als ein einzelner Stil.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Myanmarisch ist eine Landeszuordnung. Wer eine konkrete Sprache, Bevölkerungsgruppe oder historische Bezeichnung meint, sollte diese ausdrücklich nennen. Ein Landesadjektiv kann die erforderliche Genauigkeit nicht in jedem Fall ersetzen.

Schreibweise und Grammatik

Die Schreibung enthält my am Anfang: myanmarisch. Als Adjektiv wird es kleingeschrieben: myanmarische Kunst. Das Adjektiv wird vor einem Nomen gebeugt; die Tabellen zeigen dafür sämtliche Grundformen.

Steigerung

Die Zugehörigkeit zu einem Land wird normalerweise nicht gesteigert. Wenn ein Stil oder ein Einfluss unterschiedlich stark ausgeprägt ist, sollte der Text diese konkrete Beziehung erklären, statt Herkunft als Rangfolge darzustellen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmyanmarischermyanmarischemyanmarischesmyanmarische
Genitivmyanmarischenmyanmarischermyanmarischenmyanmarischer
Dativmyanmarischemmyanmarischermyanmarischemmyanmarischen
Akkusativmyanmarischenmyanmarischemyanmarischesmyanmarische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmyanmarischemyanmarischemyanmarischemyanmarischen
Genitivmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischen
Dativmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischen
Akkusativmyanmarischenmyanmarischemyanmarischemyanmarischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativmyanmarischermyanmarischemyanmarischesmyanmarischen
Genitivmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischen
Dativmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischenmyanmarischen
Akkusativmyanmarischenmyanmarischemyanmarischesmyanmarischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Ausstellung zeigt drei unterschiedliche zeitgenössische Arbeiten aus Myanmar. Der Einführungstext soll Gemeinsamkeit und Verschiedenheit sichtbar machen.

Die Ausstellung vereint myanmarische Gegenwartskunst. Die drei gezeigten Arbeiten unterscheiden sich deutlich in Material, Thema und Darstellungsweise.

Der gemeinsame Landesbezug dient zur Einordnung. Der zweite Satz verhindert, dass daraus ein einheitlicher nationaler Stil behauptet wird.

Sagt „myanmarisch“ automatisch, welcher ethnischen Gruppe jemand angehört?

Nein. Die Landeszuordnung genügt nicht, um eine konkrete ethnische Zugehörigkeit oder Sprache festzustellen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.