neidvoll

Neidvoll bedeutet von Neid erfüllt oder Neid ausdrückend. Häufig beschreibt es einen Blick, Gedanken oder Kommentar angesichts eines Vorteils anderer.

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Was bedeutet neidvoll?

Ein neidvoller Blick wird als Ausdruck des Wunsches gedeutet, einen fremden Vorteil selbst zu besitzen. Nicht jedes lange Hinschauen genügt allerdings, um dieses Gefühl sicher festzustellen.

Die Bezeichnung kann einen einzelnen Moment betreffen. Sie muss nicht den ganzen Charakter einer Person festlegen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Figur blickt neidvoll auf die Auszeichnung.“ Der fremde Erfolg weckt einen schmerzlichen Vergleich.
  • „Ein neidvoller Kommentar spielt den Sieg herunter.“ Die Abwertung wird mit dem eigenen Wunsch nach Anerkennung verbunden.
  • „Sie bemerkt ihren neidvollen Gedanken und gratuliert trotzdem.“ Gefühl und anschließendes Verhalten werden getrennt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Neidisch ist die geläufige nahe Entsprechung. Neidvoll hebt häufig den von Neid geprägten Ausdruck hervor.

Bewundernd bedeutet Anerkennung und ist nicht automatisch mit einem eigenen Mangelgefühl verbunden.

Schreibweise und Grammatik

Mit d und ll: neidvoll, ein neidvoller Blick.

Steigerung

Eine Steigerung ist unüblich; für Abstufungen ist stärker von Neid geprägt oft klarer. Die Form neidvoller kann auch einfach ein gebeugter Positiv sein, etwa ein neidvoller Blick.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativneidvollerneidvolleneidvollesneidvolle
Genitivneidvollenneidvollerneidvollenneidvoller
Dativneidvollemneidvollerneidvollemneidvollen
Akkusativneidvollenneidvolleneidvollesneidvolle
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativneidvolleneidvolleneidvolleneidvollen
Genitivneidvollenneidvollenneidvollenneidvollen
Dativneidvollenneidvollenneidvollenneidvollen
Akkusativneidvollenneidvolleneidvolleneidvollen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativneidvollerneidvolleneidvollesneidvollen
Genitivneidvollenneidvollenneidvollenneidvollen
Dativneidvollenneidvollenneidvollenneidvollen
Akkusativneidvollenneidvolleneidvollesneidvollen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Eine erfundene Analyse prüft einen inneren Monolog.

Die Figur denkt nicht an die Leistung der Gewinnerin, sondern daran, dass sie selbst diesen Beifall verdient hätte. Der innere Monolog macht ihren neidvollen Vergleich erkennbar. Ein bloß beobachteter Blick wäre als Beleg weniger eindeutig.

Die Erklärung unterscheidet Zugang zu Gedanken von äußerer Beobachtung.

Beweist ein Blick auf einen Preis bereits Neid?

Nein. Dafür braucht die Deutung zusätzliche Hinweise auf den Vergleich und den eigenen Wunsch.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.