parochial

Parochial bedeutet eine Pfarrei beziehungsweise örtliche Kirchengemeinde betreffend oder nach solchen Bezirken gegliedert.

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Was bedeutet parochial?

Eine parochiale Struktur ordnet kirchliches Leben örtlichen Gemeinden oder Pfarrbezirken zu. Das Wort kann die Zuständigkeit, die Organisation oder die räumliche Gliederung beschreiben. Welche Regeln dabei genau gelten, hängt von der jeweiligen Kirche und Situation ab.

Parochial ist deshalb nicht einfach ein anderes Wort für dörflich. Auch in einer Stadt können mehrere örtlich abgegrenzte Gemeinden bestehen. Entscheidend ist der Bezug zur kirchlichen Gemeindeorganisation, nicht die Größe oder ländliche Lage des Ortes.

Beim Übersetzen ist Vorsicht sinnvoll: Das ähnlich geschriebene englische parochial kann zusätzlich engstirnig oder auf einen engen Horizont beschränkt bedeuten. Diese Wertung darf nicht automatisch in jeden deutschen kirchlichen Fachtext hineingelesen werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Darstellung erklärt die parochiale Gliederung des Gebiets.“ Das Gebiet wird nach örtlichen Kirchengemeinden betrachtet.
  • „Das Angebot ergänzt die parochialen Strukturen.“ Es steht neben den bestehenden örtlichen Gemeindeformen.
  • „Die Untersuchung vergleicht parochiale und übergemeindliche Aufgaben.“ Örtlicher Bezug und Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Pastoral hebt im kirchlichen Zusammenhang die Seelsorge hervor. Parochial beschreibt dagegen vor allem den Bezug zur Pfarrei und ihrer Organisation.

Kommunal bezieht sich auf eine politische Gemeinde. Kirchliche und kommunale Grenzen müssen nicht identisch sein.

Schreibweise und Grammatik

Parochial enthält ch und die Endung -ial: eine parochiale Struktur. Das Nomen Parochie bezeichnet die Pfarrei beziehungsweise den Pfarrbezirk.

Steigerung

Als Zuordnung zu einer Organisationsform wird parochial gewöhnlich nicht gesteigert. Ein größerer Gemeindebezirk ist nicht deshalb parochialer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparochialerparochialeparochialesparochiale
Genitivparochialenparochialerparochialenparochialer
Dativparochialemparochialerparochialemparochialen
Akkusativparochialenparochialeparochialesparochiale
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparochialeparochialeparochialeparochialen
Genitivparochialenparochialenparochialenparochialen
Dativparochialenparochialenparochialenparochialen
Akkusativparochialenparochialeparochialeparochialen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativparochialerparochialeparochialesparochialen
Genitivparochialenparochialenparochialenparochialen
Dativparochialenparochialenparochialenparochialen
Akkusativparochialenparochialeparochialesparochialen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einem erfundenen Plan sind mehrere örtliche Kirchengemeinden eingezeichnet. Ein gemeinsames Bildungsangebot wird zusätzlich für Menschen aus allen diesen Gemeinden eingerichtet.

Der Plan zeigt eine parochiale Gliederung und daneben ein übergemeindliches Angebot. Beide Ebenen können gleichzeitig bestehen.

Die Darstellung sagt noch nichts über verbindliche Mitgliedschafts- oder Zuständigkeitsregeln aus. Diese müssten für die konkrete kirchliche Organisation gesondert geprüft werden.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.