paulinisch

Paulinisch bedeutet auf den Apostel Paulus, seine Lehre oder die mit ihm verbundene Überlieferung bezogen.

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Was bedeutet paulinisch?

Das Adjektiv kann Gedanken, Texte, Gemeinden oder eine Wirkungsgeschichte näher bestimmen. Eine paulinische Vorstellung ist in diesem Sinn mit Paulus oder der auf ihn bezogenen Tradition verbunden. Der jeweilige Zusammenhang entscheidet, wie unmittelbar dieser Bezug ist.

Bei Texten muss zwischen Zuschreibung, Tradition und tatsächlicher Verfasserschaft unterschieden werden. Die Bezeichnung paulinischer Brief beantwortet nicht in jedem Zusammenhang bereits die Forschungsfrage, ob Paulus selbst den betreffenden Text geschrieben hat.

In einer sachlichen Erklärung ist daher eine präzisere Ergänzung hilfreich: Geht es um ein als authentisch eingeordnetes Schreiben, eine spätere Aufnahme seiner Gedanken oder eine bestimmte Auslegung? So bleibt der Bezug verständlich, ohne unterschiedliche Aussagen miteinander zu vermischen.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Untersuchung fragt nach einem paulinischen Motiv.“ Sie prüft den Bezug eines Gedankens zu Paulus und seiner Überlieferung.
  • „Das Kapitel behandelt die paulinische Wirkungsgeschichte.“ Gemeint ist auch die spätere Aufnahme und Auslegung.
  • „Die Verfasserschaft des paulinischen Briefes wird gesondert diskutiert.“ Traditionszuordnung und historische Urheberschaft werden nicht gleichgesetzt.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Patrologisch bezieht sich auf die Erforschung der Kirchenväter. Paulinisch benennt genauer den Bezug zu Paulus.

Apostolisch kann allgemein einen Bezug zu Aposteln oder deren Tradition ausdrücken. Paulinisch ist die speziellere Zuordnung.

Schreibweise und Grammatik

Paulinisch wird als Adjektiv kleingeschrieben: paulinische Gedanken. Die Ableitung auf -isch wird vom Namen Paulus gebildet.

Steigerung

Als Zuordnung wird paulinisch gewöhnlich nicht gesteigert. Wenn eine stärkere Nähe zu bestimmten Gedanken gemeint ist, sollte diese ausdrücklich erklärt werden.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaulinischerpaulinischepaulinischespaulinische
Genitivpaulinischenpaulinischerpaulinischenpaulinischer
Dativpaulinischempaulinischerpaulinischempaulinischen
Akkusativpaulinischenpaulinischepaulinischespaulinische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaulinischepaulinischepaulinischepaulinischen
Genitivpaulinischenpaulinischenpaulinischenpaulinischen
Dativpaulinischenpaulinischenpaulinischenpaulinischen
Akkusativpaulinischenpaulinischepaulinischepaulinischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpaulinischerpaulinischepaulinischespaulinischen
Genitivpaulinischenpaulinischenpaulinischenpaulinischen
Dativpaulinischenpaulinischenpaulinischenpaulinischen
Akkusativpaulinischenpaulinischepaulinischespaulinischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Unterrichtsaufgabe vergleichen Lernende einen Paulusbrief mit einem späteren Text, der einzelne Gedanken daraus aufgreift. Sie markieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede.

Der spätere Text steht in einer paulinischen Tradition, soweit er die untersuchten Gedanken aufnimmt. Daraus folgt nicht, dass Paulus selbst sein Verfasser ist.

Die Zuordnung muss auf den tatsächlich verglichenen Inhalten beruhen. Eine ähnliche Formulierung allein beantwortet weder sämtliche Datierungsfragen noch die Entstehungsgeschichte.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.