postkommunistisch

Postkommunistisch bezeichnet eine Zeit, Gesellschaft oder politische Entwicklung nach dem Ende einer kommunistisch geprägten Herrschaft. Bei Parteien kann das Wort auch deren Herkunft aus einer früheren kommunistischen Partei hervorheben.

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Was bedeutet postkommunistisch?

Die Vorsilbe post- kennzeichnet ein Danach. In historischen und politischen Texten richtet postkommunistisch den Blick auf Veränderungen nach dem Ende eines entsprechenden Herrschaftssystems.

Der Ausdruck legt nicht fest, dass danach überall dieselbe politische oder wirtschaftliche Ordnung entsteht. Er ist auch kein Gütesiegel für Demokratie oder Wohlstand. Entwicklungen in verschiedenen Ländern und Zeiträumen müssen einzeln betrachtet werden.

Bei einer postkommunistischen Partei kann vor allem die organisatorische oder historische Herkunft gemeint sein. Daraus lässt sich das heutige Programm nicht vollständig ableiten. Ein Text sollte erklären, ob er eine Übergangszeit, eine Gesellschaft oder eine politische Tradition bezeichnet.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Studie untersucht den institutionellen Wandel in der postkommunistischen Zeit.“ Im Mittelpunkt steht die Phase nach dem Ende der früheren Herrschaft.
  • „Der Text vergleicht unterschiedliche postkommunistische Entwicklungen.“ Der gemeinsame Ausgangsbezug bedeutet nicht denselben weiteren Verlauf.
  • „Mit postkommunistisch beschreibt die Autorin hier die Herkunft der Partei.“ Die Bezeichnung bezieht sich auf ihre politische Vorgeschichte.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Antikommunistisch bezeichnet eine Gegnerschaft zum Kommunismus. Postkommunistisch ordnet dagegen zeitlich oder historisch ein.

Demokratisch beschreibt andere Merkmale. Ein postkommunistischer Zusammenhang ist dadurch noch nicht vollständig politisch charakterisiert.

Schreibweise und Grammatik

Postkommunistisch wird zusammengeschrieben und behält das doppelte m von kommunistisch: eine postkommunistische Entwicklung.

Steigerung

Die historische Einordnung wird normalerweise nicht gesteigert. Unterschiede lassen sich genauer anhand der jeweiligen Institutionen und Entwicklungen benennen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpostkommunistischerpostkommunistischepostkommunistischespostkommunistische
Genitivpostkommunistischenpostkommunistischerpostkommunistischenpostkommunistischer
Dativpostkommunistischempostkommunistischerpostkommunistischempostkommunistischen
Akkusativpostkommunistischenpostkommunistischepostkommunistischespostkommunistische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpostkommunistischepostkommunistischepostkommunistischepostkommunistischen
Genitivpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischen
Dativpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischen
Akkusativpostkommunistischenpostkommunistischepostkommunistischepostkommunistischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativpostkommunistischerpostkommunistischepostkommunistischespostkommunistischen
Genitivpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischen
Dativpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischenpostkommunistischen
Akkusativpostkommunistischenpostkommunistischepostkommunistischespostkommunistischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Unterrichtsskizze beginnt ein Untersuchungszeitraum mit dem Ende einer kommunistisch geprägten Herrschaft. Anschließend werden Veränderungen der Verwaltung und des Parteiensystems untersucht.

Die Arbeit behandelt eine postkommunistische Phase. Damit ist der zeitliche Ausgangspunkt bezeichnet; die Ergebnisse der Veränderungen sind noch offen.

Die Einordnung ersetzt keine Untersuchung des konkreten Landes. Ebenso darf aus ihr kein pauschales Urteil über die Bevölkerung entstehen.

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