prämiert

Prämiert bedeutet mit einem Preis ausgezeichnet.

Adjektivliste & Wortwerkstatt öffnen

Was bedeutet prämiert?

Prämiert bezeichnet das Ergebnis einer Auszeichnung. Eine Arbeit, ein Entwurf oder eine Person hat einen Preis erhalten. Häufig wird dadurch eine Leistung im Rahmen eines Wettbewerbs oder einer Auswahl hervorgehoben.

Aussagekräftig wird die Angabe durch den Zusammenhang: Wer hat welchen Preis wofür vergeben? Eine Auszeichnung für die Gestaltung bewertet nicht automatisch auch alle sachlichen Inhalte. Das Wort allein erklärt weder die Auswahlkriterien noch die Bedeutung des Preises.

Prämiert und nominiert sind nicht dasselbe. Eine Nominierung bringt eine Arbeit in die Auswahl; prämiert besagt, dass tatsächlich eine Auszeichnung verliehen wurde. Auch besonders gelobt und prämiert sollten nicht ohne Weiteres gleichgesetzt werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der prämierte Entwurf wird im Foyer ausgestellt.“ Die Arbeit hat eine Auszeichnung erhalten.
  • „Die Jury hat das Plakat für seine verständliche Gestaltung prämiert.“ Der Grund der Auszeichnung wird ausdrücklich genannt.
  • „Das nominierte Buch ist noch nicht prämiert.“ Auswahl und tatsächliche Preisvergabe werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Preisgekrönt ist in dieser Bedeutung eine enge Entsprechung. Beide Wörter verweisen auf eine erhaltene Auszeichnung.

Preiswert betrifft dagegen das Verhältnis von Kosten und Nutzen beziehungsweise Qualität. Der gemeinsame Bestandteil Preis hat hier eine andere Bedeutung.

Schreibweise und Grammatik

Prämiert ist das Partizip II von prämieren und kann wie ein Adjektiv verwendet werden. Vor Nomen erhält es Endungen: ein prämierter Film, die prämierten Texte. Das Partizip hat kein ge-: prämiert, nicht geprämiert.

Steigerung

In der Bedeutung mit einem Preis ausgezeichnet wird gewöhnlich nicht gesteigert. Mehrere Auszeichnungen beschreibt man mit mehrfach prämiert oder der konkreten Zahl.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativprämierterprämierteprämiertesprämierte
Genitivprämiertenprämierterprämiertenprämierter
Dativprämiertemprämierterprämiertemprämierten
Akkusativprämiertenprämierteprämiertesprämierte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativprämierteprämierteprämierteprämierten
Genitivprämiertenprämiertenprämiertenprämierten
Dativprämiertenprämiertenprämiertenprämierten
Akkusativprämiertenprämierteprämierteprämierten
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativprämierterprämierteprämiertesprämierten
Genitivprämiertenprämiertenprämiertenprämierten
Dativprämiertenprämiertenprämiertenprämierten
Akkusativprämiertenprämierteprämiertesprämierten

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Schulgeschichte gewinnt ein Plakat den Preis für die beste Lesbarkeit. Im Bericht steht zunächst nur, es sei prämiert. Eine Schülerin ergänzt die Kategorie und den Namen des Wettbewerbs.

Die ergänzte Formulierung erklärt, wofür das Plakat prämiert wurde. Aus einem allgemeinen Gütesignal wird eine nachvollziehbare Aussage über die Auszeichnung.

Der Preis belegt die Entscheidung der Jury nach ihren Kriterien. Er garantiert nicht, dass jeder Betrachter das Plakat gleichermaßen gelungen findet.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.