psychisch
Psychisch bedeutet die Psyche, also das Erleben, Fühlen und Denken eines Menschen betreffend.
Was bedeutet psychisch?
Das Adjektiv kann sich auf Belastungen und Beschwerden ebenso beziehen wie auf Wohlbefinden oder Fähigkeiten. Psychisch ist daher nicht gleichbedeutend mit psychisch krank. Erst die gesamte Formulierung zeigt, welcher Bereich und welche Aussage gemeint sind.
Eine psychische Belastung bezeichnet eine Beanspruchung des inneren Erlebens. Ob eine Erkrankung vorliegt, ist eine andere Frage. Ebenso bedeutet psychisch nicht eingebildet: Der Ausdruck beschreibt eine Ebene menschlichen Erlebens, keine geringe Wirklichkeit oder Bedeutung.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die lange Unsicherheit ist für die Figur psychisch belastend.“ Die Aussage betrifft ihr inneres Erleben.
- „Der Bericht unterscheidet körperliches und psychisches Wohlbefinden.“ Psychisch wird hier ausdrücklich positiv verwendet.
- „Psychische Belastung und psychische Erkrankung sind keine identischen Begriffe.“ Das hinzugefügte Nomen verändert die Aussage wesentlich.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Physisch heißt körperlich. Die Begriffe unterscheiden Betrachtungsebenen; Körper und Psyche können dennoch zusammenwirken.
Psychosozial verbindet psychische Vorgänge mit sozialen Bedingungen. Psychosomatisch bezieht sich auf Zusammenhänge zwischen Psyche und Körper.
Schreibweise und Grammatik
Man schreibt psychisch mit ps am Anfang und y. Das Wort wird regelmäßig gebeugt: psychischer Druck, psychische Stärke, psychisches Wohlbefinden.
Steigerung
Als Bereichsangabe wird psychisch gewöhnlich nicht gesteigert. Man kann eine stärkere psychische Belastung beschreiben; nicht die Belastung als „psychischer“ einordnen.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | psychischer | psychische | psychisches | psychische |
| Genitiv | psychischen | psychischer | psychischen | psychischer |
| Dativ | psychischem | psychischer | psychischem | psychischen |
| Akkusativ | psychischen | psychische | psychisches | psychische |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | psychische | psychische | psychische | psychischen |
| Genitiv | psychischen | psychischen | psychischen | psychischen |
| Dativ | psychischen | psychischen | psychischen | psychischen |
| Akkusativ | psychischen | psychische | psychische | psychischen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | psychischer | psychische | psychisches | psychischen |
| Genitiv | psychischen | psychischen | psychischen | psychischen |
| Dativ | psychischen | psychischen | psychischen | psychischen |
| Akkusativ | psychischen | psychische | psychisches | psychischen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung schläft eine Figur vor einem wichtigen Gespräch schlecht und berichtet von kreisenden Gedanken. Eine Charakterisierung möchte diese Situation erklären.
Das bevorstehende Gespräch stellt für die Figur eine psychische Belastung dar: Ihre Gedanken kehren immer wieder zu möglichen Folgen zurück. Die Szene zeigt eine konkrete Beanspruchung.
Die Formulierung beschreibt das Erleben anhand der erzählten Beobachtung. Aus einer einzelnen Szene wird keine Erkrankung abgeleitet.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
