schleckig

Schleckig bedeutet regional naschhaft oder beim Essen wählerisch.

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Was bedeutet schleckig?

Schleckig wird insbesondere im schwäbischen und alemannischen Sprachraum verwendet. Es kann jemanden beschreiben, der gern nascht oder bei Speisen besondere Vorlieben hat und vieles ablehnt.

Die beiden Schwerpunkte sind nicht völlig gleich. Wer gern Süßes isst, muss bei anderen Speisen nicht wählerisch sein. Welche Bedeutung gemeint ist, zeigen die Situation und die ergänzenden Aussagen.

Das Wort kann vertraut, scherzhaft oder vorwurfsvoll klingen. Eine ablehnende Reaktion auf ein einzelnes Gericht genügt nicht für eine dauerhafte Zuschreibung. Auch darf aus einer besonderen Ernährung nicht ohne Kenntnis der Gründe auf bloße Wählerischkeit geschlossen werden.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Sie bezeichnet sich als schleckig, weil sie an Süßigkeiten nur schwer vorbeikommt.“ Hier steht die Lust am Naschen im Vordergrund.
  • „Die Figur gilt in der Familie als schleckig und lässt fast jedes unbekannte Gericht stehen.“ Die Verwendung betont ihre wählerische Auswahl.
  • „Ich bin nicht schleckig, sagt die Besucherin und probiert neugierig die angebotenen Speisen.“ Der Satz verneint besondere Wählerischkeit beim Essen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Schnäukig ist ebenfalls ein regionaler Ausdruck für sehr wählerisches Essen. Schleckig kann zusätzlich die Lust am Naschen stärker hervorheben.

Naschhaft betont das Naschen. Wählerisch ist allgemeiner und kann auch die Auswahl von Kleidung, Themen oder anderen Dingen betreffen. Schleckig wird besonders mit Essen verbunden.

Schreibweise und Grammatik

Schleckig wird mit ck geschrieben. Formen sind ein schleckiger Gast, eine schleckige Figur und mit schleckigen Kindern. Die regionale Verwendung sollte bei der Wortwahl berücksichtigt werden.

Steigerung

Die Steigerung lautet schleckig – schleckiger – am schleckigsten. Bei einem Vergleich sollte klar sein, ob stärkere Naschlust oder größere Wählerischkeit gemeint ist.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschleckigerschleckigeschleckigesschleckige
Genitivschleckigenschleckigerschleckigenschleckiger
Dativschleckigemschleckigerschleckigemschleckigen
Akkusativschleckigenschleckigeschleckigesschleckige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschleckigeschleckigeschleckigeschleckigen
Genitivschleckigenschleckigenschleckigenschleckigen
Dativschleckigenschleckigenschleckigenschleckigen
Akkusativschleckigenschleckigeschleckigeschleckigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschleckigerschleckigeschleckigesschleckigen
Genitivschleckigenschleckigenschleckigenschleckigen
Dativschleckigenschleckigenschleckigenschleckigen
Akkusativschleckigenschleckigeschleckigesschleckigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Erzählung probiert eine Figur viele herzhafte Gerichte offen aus. Sobald kleine Süßigkeiten auf dem Tisch stehen, greift sie jedoch besonders gern zu. Die Erzählerin nennt sie schleckig.

Hier meint schleckig vor allem naschhaft. Die Figur lehnt unbekannte Speisen gerade nicht grundsätzlich ab; die andere mögliche Bedeutung wählerisch wäre für diese Szene weniger passend.

Das Beispiel zeigt, wie der Kontext zwischen nahen Bedeutungen entscheidet. Die Deutung bleibt bei der dargestellten Vorliebe und enthält keine Aussage über Gesundheit oder allgemeine Selbstbeherrschung.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.