schwerelos

Schwerelos beschreibt einen Zustand, in dem ein Körper keine stützende Gewichtswirkung spürt; bildlich bedeutet es auffallend leicht und schwebend.

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Was bedeutet schwerelos?

Im freien Fall bewegen sich ein Körper und seine Umgebung gemeinsam unter dem Einfluss der Schwerkraft. Ein Mensch in einer Raumstation drückt dann nicht wie am Boden auf eine tragende Unterlage. Das erklärt das Schweben, ohne behaupten zu müssen, die Erdanziehung sei verschwunden.

Schwerelos bedeutet deshalb nicht masselos. Ein Gegenstand behält seine Masse und widersetzt sich einer Änderung seiner Bewegung. Auch außerhalb des alltäglichen Stehens auf einer Waage kann er nicht beliebig schnell und ohne Krafteinwirkung beschleunigt werden.

In einer Tanzkritik oder einer literarischen Beschreibung ist schwerelos dagegen oft ein Bild. Ein scheinbar müheloser Sprung wirkt schwerelos, obwohl die Schwerkraft weiterhin seinen Verlauf beeinflusst. Eine gute Erklärung trennt den physikalischen Zustand vom Eindruck besonderer Leichtigkeit.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Astronautin bewegt sich schwerelos durch die Station.“ Die Station und ihr Inhalt befinden sich gemeinsam im freien Fall.
  • „Die schwere Kiste bleibt auch schwerelos ein Gegenstand mit Masse.“ Gewichtsempfinden und Masse werden ausdrücklich unterschieden.
  • „Der Tanz wirkt fast schwerelos.“ Die Beschreibung würdigt bildlich eine leichte, schwebende Bewegung.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Masselos ist kein Synonym: Schwerelosigkeit beseitigt nicht die Masse eines Körpers.

Leicht kann geringes Gewicht oder einen geringen Schwierigkeitsgrad bezeichnen. Schwerelos benennt entweder den besonderen Zustand oder eine bildlich gesteigerte Leichtigkeit.

Schreibweise und Grammatik

Man schreibt schwerelos, mit dem Bestandteil Schwere: ein schwereloser Körper, eine schwerelose Bewegung und mit schwerelosen Gegenständen. Hinter dem Verb bleibt die Grundform: Sie wirkt schwerelos.

Steigerung

Im physikalischen Sinn wird das Wort nicht gewöhnlich gesteigert. Unterschiede in der Nähe zum Idealzustand werden fachlich durch verbleibende Beschleunigungen beschrieben; bildlich kann eine Bewegung leichter oder schwebender wirken.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschwereloserschwereloseschwerelosesschwerelose
Genitivschwerelosenschwereloserschwerelosenschwereloser
Dativschwerelosemschwereloserschwerelosemschwerelosen
Akkusativschwerelosenschwereloseschwerelosesschwerelose
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschwereloseschwereloseschwereloseschwerelosen
Genitivschwerelosenschwerelosenschwerelosenschwerelosen
Dativschwerelosenschwerelosenschwerelosenschwerelosen
Akkusativschwerelosenschwereloseschwereloseschwerelosen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativschwereloserschwereloseschwerelosesschwerelosen
Genitivschwerelosenschwerelosenschwerelosenschwerelosen
Dativschwerelosenschwerelosenschwerelosenschwerelosen
Akkusativschwerelosenschwereloseschwerelosesschwerelosen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Filmrezension steht, die Tänzerin sei auf der Bühne schwerelos. Eine Schülerin erläutert den Satz und hält zunächst fest, dass hier keine Messung beschrieben wird. Der Kontext lobt die scheinbar mühelosen Übergänge zwischen den Bewegungen.

Schwerelos charakterisiert hier den ästhetischen Eindruck. Das Wort lässt das Publikum eine Bewegung als besonders leicht und schwebend vorstellen.

Die sprachliche Deutung erklärt das Bild, nicht die physikalischen Kräfte während eines Sprungs. Eine Sachbeschreibung eines Raumfluges müsste dieselbe Wortform anders erläutern.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.