sinfonisch

Sinfonisch bedeutet in der Art einer Sinfonie oder durch deren musikalische Gestaltung geprägt. Die Schreibweise symphonisch bezeichnet dasselbe.

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Was bedeutet sinfonisch?

Das Adjektiv kann auf die Anlage eines Werks, seine orchestrale Gestaltung oder seinen musikalischen Charakter bezogen sein. Nicht jedes so beschriebene Stück muss selbst die Gattungsbezeichnung Sinfonie tragen.

Eine sinfonische Dichtung ist beispielsweise ein Orchesterwerk mit einem außermusikalischen Bezug, etwa zu einer literarischen Vorstellung. Sinfonisch ist deshalb nicht einfach ein anderes Wort für ein Stück mit mehreren Sätzen.

In einer Beschreibung sollte erklärt werden, worauf das Urteil beruht: etwa auf dem Zusammenwirken der Instrumentengruppen oder der Entwicklung musikalischer Gedanken. Bloße Lautstärke macht Musik nicht sinfonisch.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Bearbeitung verleiht dem kleinen Motiv einen sinfonischen Charakter.“ Das Motiv wird in einer entsprechend angelegten musikalischen Gestaltung entwickelt.
  • „Das Programm enthält eine sinfonische Dichtung.“ Hier gehört das Adjektiv zur Bezeichnung einer musikalischen Gattung.
  • „Die Kritik beschreibt die sinfonische Anlage des Konzerts.“ Ein Werk kann sinfonisch gestaltet sein, ohne eine Sinfonie zu heißen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Symphonisch ist eine andere Schreibweise desselben Wortes, keine andere musikalische Kategorie.

Orchestral bezieht sich allgemein auf das Orchester oder dessen Klang. Sinfonisch kann genauer die Art des musikalischen Aufbaus bezeichnen.

Schreibweise und Grammatik

Richtig sind sinfonisch und symphonisch: ein sinfonisches Werk, eine symphonische Dichtung. Innerhalb eines Textes empfiehlt sich eine einheitliche Schreibung.

Steigerung

Bei vergleichenden Beschreibungen sind sinfonischer und am sinfonischsten möglich; entsprechend symphonischer und am symphonischsten. Eine feste Gattungsbezeichnung wird nicht abgestuft.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsinfonischersinfonischesinfonischessinfonische
Genitivsinfonischensinfonischersinfonischensinfonischer
Dativsinfonischemsinfonischersinfonischemsinfonischen
Akkusativsinfonischensinfonischesinfonischessinfonische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsinfonischesinfonischesinfonischesinfonischen
Genitivsinfonischensinfonischensinfonischensinfonischen
Dativsinfonischensinfonischensinfonischensinfonischen
Akkusativsinfonischensinfonischesinfonischesinfonischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsinfonischersinfonischesinfonischessinfonischen
Genitivsinfonischensinfonischensinfonischensinfonischen
Dativsinfonischensinfonischensinfonischensinfonischen
Akkusativsinfonischensinfonischesinfonischessinfonischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Hörbeschreibung heißt es zunächst nur, eine Bearbeitung klinge sinfonisch. Die Überarbeitung ergänzt, wie ein Motiv von mehreren Instrumentengruppen übernommen und verändert wird.

Die Ergänzung beschreibt, worin der sinfonische Eindruck dieser Bearbeitung besteht. Sie macht das musikalische Urteil nachvollziehbarer als das Adjektiv allein.

Das beschriebene Verfahren ist kein allein ausreichendes Gattungsmerkmal. Die Einordnung eines ganzen Werks verlangt weitere musikalische Merkmale.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.