statthaft

Statthaft bedeutet gehoben erlaubt, zulässig oder nach den maßgeblichen Regeln möglich. Im Verfahrensrecht kann es genauer die grundsätzlich passende Verfahrens- oder Rechtsmittelart bezeichnen.

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Was bedeutet statthaft?

Im allgemeinen Sprachgebrauch ist eine statthafte Handlung gestattet oder vertretbar. Die Aussage kann auf rechtlichen, gesellschaftlichen oder sachlichen Regeln beruhen.

Im juristischen Fachgebrauch fragt die Statthaftigkeit eines Rechtsmittels, ob dieses Mittel gegen die betreffende Art von Entscheidung überhaupt vorgesehen ist. Weitere Anforderungen können daneben bestehen.

Ein statthaftes Rechtsmittel ist deshalb nicht allein aus diesem Grund schon in jeder Hinsicht zulässig oder inhaltlich erfolgreich. Form, Frist und Begründung können gesondert zu prüfen sein.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Eine solche Abkürzung ist nach den Regeln statthaft.“ Die Vorgehensweise ist erlaubt.
  • „Die Prüfung beginnt mit der Frage, welches Rechtsmittel statthaft ist.“ Zunächst geht es um die grundsätzlich vorgesehene Art des Rechtsschutzes.
  • „Trotz statthaften Rechtsmittels können weitere Voraussetzungen fehlen.“ Statthaftigkeit und vollständige Zulässigkeit werden unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Erlaubt ist im Alltag meist die verständlichere Entsprechung.

Zulässig kann im Rechtsgebrauch eine umfassendere Prüfung bezeichnen. Begründet betrifft dagegen, ob das Begehren inhaltlich trägt.

Schreibweise und Grammatik

Statthaft wird mit doppeltem t geschrieben: ein statthaftes Verfahren. Nicht mit stattlich im Sinn von ansehnlich oder groß verwechseln.

Steigerung

Im allgemein wertenden Gebrauch sind statthafter und am statthaftesten bildbar. Die konkrete rechtliche Statthaftigkeit wird nicht abgestuft.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstatthafterstatthaftestatthaftesstatthafte
Genitivstatthaftenstatthafterstatthaftenstatthafter
Dativstatthaftemstatthafterstatthaftemstatthaften
Akkusativstatthaftenstatthaftestatthaftesstatthafte
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstatthaftestatthaftestatthaftestatthaften
Genitivstatthaftenstatthaftenstatthaftenstatthaften
Dativstatthaftenstatthaftenstatthaftenstatthaften
Akkusativstatthaftenstatthaftestatthaftestatthaften
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstatthafterstatthaftestatthaftesstatthaften
Genitivstatthaftenstatthaftenstatthaftenstatthaften
Dativstatthaftenstatthaftenstatthaftenstatthaften
Akkusativstatthaftenstatthaftestatthaftesstatthaften

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Leseübung wird der Satz „Die Beschwerde ist statthaft, aber verspätet eingelegt“ als Widerspruch verstanden.

Die Aussagen betreffen verschiedene Voraussetzungen: Die Art des Rechtsmittels kann vorgesehen sein, während die Frist versäumt wurde.

Welche Folgen sich im realen Verfahren ergeben, hängt vom maßgeblichen Recht und weiteren Voraussetzungen ab.

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