stetig

Stetig bedeutet im allgemeinen Sprachgebrauch fortlaufend, beständig oder ohne abrupte Unterbrechung. In der Mathematik bezeichnet es eine genau definierte Eigenschaft von Funktionen.

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Was bedeutet stetig?

Eine stetige Entwicklung setzt sich über die betrachtete Zeit fort. Das Wort legt allein weder eine bestimmte Geschwindigkeit noch eine positive Richtung fest: Auch ein Rückgang kann stetig sein.

Eine reelle Funktion ist an einer Stelle stetig, wenn sich ihre Werte durch hinreichend kleine Änderungen des Arguments beliebig nahe am Wert dieser Stelle halten lassen. Die genaue mathematische Aussage bezieht auch den Definitionsbereich ein.

Stetig bedeutet mathematisch weder überall steigend noch überall glatt. Eine stetige Funktion kann fallen, ihre Richtung wechseln oder einen Knick besitzen. Die Vorstellung eines ohne Absetzen gezeichneten Graphen ist nur eine Anschauungshilfe, keine allgemeingültige Definition.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Nachfrage geht stetig zurück.“ Der Verlauf wird als fortgesetzt beschrieben, nicht als günstig bewertet.
  • „Die Figur arbeitet stetig an ihrer Ausdrucksweise.“ Gemeint ist eine beständige Beschäftigung über die Zeit.
  • „Die Betragsfunktion ist stetig, obwohl ihr Graph bei null einen Knick besitzt.“ Stetigkeit und Glattheit werden mathematisch unterschieden.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Konstant heißt gleichbleibend. Eine stetige Entwicklung kann sich dagegen fortwährend ändern.

Monoton beschreibt in mathematischen Zusammenhängen eine gleichbleibende Änderungsrichtung. Stetigkeit ist eine andere Eigenschaft.

Schreibweise und Grammatik

Stetig wird ohne h und mit einfachem t in der Wortmitte geschrieben: ein stetiger Verlauf.

Steigerung

Für die mathematische Eigenschaft gibt es keine Steigerung. Im Alltag ist ebenfalls meist die Grundform sinnvoll; Unterschiede lassen sich als gleichmäßiger oder beständiger genauer benennen.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstetigerstetigestetigesstetige
Genitivstetigenstetigerstetigenstetiger
Dativstetigemstetigerstetigemstetigen
Akkusativstetigenstetigestetigesstetige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstetigestetigestetigestetigen
Genitivstetigenstetigenstetigenstetigen
Dativstetigenstetigenstetigenstetigen
Akkusativstetigenstetigestetigestetigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstetigerstetigestetigesstetigen
Genitivstetigenstetigenstetigenstetigen
Dativstetigenstetigenstetigenstetigen
Akkusativstetigenstetigestetigesstetigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Textbesprechung wird der Satz „Die Besucherzahl sank stetig“ fälschlich als Hinweis auf eine unveränderte Besucherzahl gelesen.

Stetig beschreibt hier den fortgesetzten Rückgang. Für eine unveränderte Zahl müsste es etwa konstant oder gleichbleibend heißen.

Der Satz nennt noch keine genaue Abnahmerate. Gleich große Veränderungen in jedem Zeitabschnitt sind damit nicht zwingend behauptet.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.