stramm
Stramm bedeutet je nach Zusammenhang fest gespannt, eng anliegend, kräftig oder energisch.
Was bedeutet stramm?
Stramm beschreibt unter anderem einen festen Sitz oder eine deutliche Spannung. Eine stramme Schnur hängt nicht locker durch; eine stramm sitzende Jacke liegt eng am Körper an. Ob diese Enge erwünscht ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Bei einem Körper kann stramm einen kräftigen, festen Eindruck meinen. Bei Bewegung oder Leistung bezeichnet es häufig ein zügiges, anstrengendes oder energisches Vorgehen, etwa ein strammes Tempo. Die sichtbare Erscheinung allein belegt allerdings keine bestimmte Kraft oder Gesundheit.
Übertragen kann eine Organisation stramm geführt sein oder eine Haltung als stramm bezeichnet werden. Dann stehen Konsequenz, strenge Bindung oder geringe Bereitschaft zur Abweichung im Vordergrund. Diese Verwendung kann anerkennend oder kritisch klingen und braucht eine konkrete Erläuterung.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die Jacke sitzt an den Schultern stramm.“ Gemeint ist der enge Sitz des Kleidungsstücks.
- „Die Gruppe legt die Strecke in strammem Tempo zurück.“ Das Adjektiv kennzeichnet eine zügige, fordernde Fortbewegung.
- „Der Text beschreibt eine stramm organisierte Gruppe mit festen Abläufen.“ Die körperliche Spannung wird auf eine enge organisatorische Führung übertragen.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Straff ist bei Spannung und Organisation ähnlich. Stramm besitzt darüber hinaus häufig die Bedeutung kräftig oder energisch.
Stämmig beschreibt besonders einen kompakten Körperbau. Stramm kann dagegen auch eine Haltung, ein Tempo oder den Sitz von Kleidung betreffen.
Schreibweise und Grammatik
Stramm wird mit zwei m geschrieben: ein strammes Tempo, eine stramme Haltung und mit strammen Schritten. In Die Schnur ist stramm gespannt bleibt die Grundform unverändert.
Steigerung
Die Reihe lautet stramm – strammer – am strammsten. Verglichen wird jeweils dieselbe Eigenschaft, etwa der Sitz eines Kleidungsstücks oder die Spannung einer Schnur.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | strammer | stramme | strammes | stramme |
| Genitiv | strammen | strammer | strammen | strammer |
| Dativ | strammem | strammer | strammem | strammen |
| Akkusativ | strammen | stramme | strammes | stramme |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | stramme | stramme | stramme | strammen |
| Genitiv | strammen | strammen | strammen | strammen |
| Dativ | strammen | strammen | strammen | strammen |
| Akkusativ | strammen | stramme | stramme | strammen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | strammer | stramme | strammes | strammen |
| Genitiv | strammen | strammen | strammen | strammen |
| Dativ | strammen | strammen | strammen | strammen |
| Akkusativ | strammen | stramme | strammes | strammen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Szene geht eine Figur zunächst in strammem Tempo voraus. Als sie merkt, dass die Begleitung zurückbleibt, verlangsamt sie ihre Schritte und passt sich an.
Stramm beschreibt das anfangs zügige Gehtempo. Die spätere Anpassung zeigt, dass daraus keine starre oder rücksichtslose Haltung der Person abgeleitet werden muss.
Die Deutung trennt die Intensität einer Handlung von einer dauerhaften Eigenschaft. Erst das gesamte beobachtete Verhalten erlaubt eine weitergehende Charakterisierung.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
