stubenrein

Stubenrein bedeutet bei einem Haustier daran gewöhnt, seine Ausscheidungen am vorgesehenen Ort statt unkontrolliert in der Wohnung zu hinterlassen. Übertragen heißt es nicht anstößig oder für einen bestimmten gesellschaftlichen Rahmen passend.

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Was bedeutet stubenrein?

Bei Haustieren beschreibt stubenrein ein erlerntes Verhalten. Je nach Tier und Haltung kann der vorgesehene Ort draußen oder eine geeignete Toilettenstelle sein. Das Wort bedeutet nicht, dass ein Tier allgemein sauber oder keimfrei wäre.

Im übertragenen Gebrauch kann eine Formulierung oder ein Witz als nicht ganz stubenrein bezeichnet werden. Gemeint sind dann meist anzügliche oder grobe Inhalte, die in der betreffenden Runde als unpassend empfunden werden.

Diese übertragene Bewertung hängt vom Publikum und Zusammenhang ab. Sie ist keine amtliche Altersfreigabe und kein verlässlicher Ersatz für eine genaue Inhaltsbeschreibung.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Der Hund ist inzwischen stubenrein.“ Er hat das gemeinte Verhalten im häuslichen Zusammenleben gelernt.
  • „Der Erzähler nennt den Witz nicht ganz stubenrein.“ Gemeint ist eine als anzüglich oder anstößig empfundene Formulierung.
  • „Stubenrein bedeutet bei einem Tier etwas anderes als bei einem Scherz.“ Der Bezugsgegenstand bestimmt die Lesart.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Sauber kann einen momentanen Zustand beschreiben. Stubenrein bezieht sich beim Tier auf ein Verhalten.

Anstößig ist ein mögliches Gegenwort zur übertragenen Bedeutung. Jugendfrei ist ein anderer Ausdruck und darf nicht automatisch mit einer lockeren Wertung als stubenrein gleichgesetzt werden.

Schreibweise und Grammatik

Stubenrein wird zusammengeschrieben und enthält das Verbindungs-n: ein stubenreiner Hund, ein nicht ganz stubenreiner Witz.

Steigerung

Meist wird die Grundform verwendet. Vergleichende Formen wie stubenreiner sind möglich, besonders im übertragenen Gebrauch; beim Tier ist eine genaue Beschreibung der Zuverlässigkeit oft hilfreicher.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstubenreinerstubenreinestubenreinesstubenreine
Genitivstubenreinenstubenreinerstubenreinenstubenreiner
Dativstubenreinemstubenreinerstubenreinemstubenreinen
Akkusativstubenreinenstubenreinestubenreinesstubenreine
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstubenreinestubenreinestubenreinestubenreinen
Genitivstubenreinenstubenreinenstubenreinenstubenreinen
Dativstubenreinenstubenreinenstubenreinenstubenreinen
Akkusativstubenreinenstubenreinestubenreinestubenreinen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativstubenreinerstubenreinestubenreinesstubenreinen
Genitivstubenreinenstubenreinenstubenreinenstubenreinen
Dativstubenreinenstubenreinenstubenreinenstubenreinen
Akkusativstubenreinenstubenreinestubenreinesstubenreinen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Redaktionsszene soll eine humorvolle Rede vor einer gemischten Festgesellschaft gehalten werden. Eine Redakteurin streicht eine anzügliche Pointe und nennt die Fassung nun stubenrein.

Stubenrein bedeutet hier für den vorgesehenen Rahmen als unanstößig empfunden. Der Ausdruck bewertet die sprachliche Wirkung der Rede.

Die Einschätzung ist an Publikum und Situation gebunden. Andere Zuhörer können dieselbe Pointe anders beurteilen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.