sumerisch

Sumerisch bedeutet Sumer, die sumerische Kultur oder die sumerische Sprache betreffend.

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Was bedeutet sumerisch?

Sumerisch kann in historischen Darstellungen einen Bezug zu Sumer im südlichen Mesopotamien herstellen. Bei einer sumerischen Inschrift kann außerdem die Sprache des Textes gemeint sein. Herkunftsraum, kulturelle Einordnung und verwendete Sprache sollten dabei getrennt benannt werden.

Sumerisch ist nach dem bekannten Forschungsstand eine isolierte Sprache: Eine Verwandtschaft mit anderen bekannten Sprachen ist nicht gesichert. Das bedeutet weder, dass sie keinen Kontakt zu anderen Sprachen hatte, noch dass sich ihre Grammatik nicht untersuchen ließe.

Die Sprache ist durch Keilschrifttexte überliefert. Keilschrift bezeichnet jedoch ein Schriftsystem, keine einzelne Sprache. Nicht jeder Keilschrifttext ist deshalb sumerisch; auch andere Sprachen wurden mit Keilschrift geschrieben.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Die Übung behandelt einen sumerischen Text in Übersetzung.“ Die Sprache des Originals wird genannt, auch wenn die vorliegende Fassung deutsch ist.
  • „Das Museum erklärt die sumerische Herkunft eines Gegenstands.“ Hier steht ein historisch-kultureller Bezug im Vordergrund.
  • „Die Gruppe unterscheidet sumerische Sprache und Keilschrift.“ Sprache und Schriftsystem sind verschiedene Ebenen.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Semitisch bezeichnet eine Sprachengruppe, zu der etwa Akkadisch gehört. Sumerisch wird ihr nicht zugerechnet.

Mesopotamisch ist eine weiter gefasste räumlich-historische Bezeichnung. Sumerisch kann einen engeren Kultur- oder einen bestimmten Sprachbezug herstellen.

Schreibweise und Grammatik

Sumerisch schreibt man mit einem m und einem r: ein sumerischer Text, eine sumerische Inschrift und mit sumerischen Formen. Als Sprachname steht Sumerisch groß, etwa auf Sumerisch.

Steigerung

Die historische oder sprachliche Zuordnung wird gewöhnlich nicht gesteigert. Ein besser lesbarer oder älterer Text ist dadurch nicht sumerischer.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsumerischersumerischesumerischessumerische
Genitivsumerischensumerischersumerischensumerischer
Dativsumerischemsumerischersumerischemsumerischen
Akkusativsumerischensumerischesumerischessumerische
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsumerischesumerischesumerischesumerischen
Genitivsumerischensumerischensumerischensumerischen
Dativsumerischensumerischensumerischensumerischen
Akkusativsumerischensumerischesumerischesumerischen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativsumerischersumerischesumerischessumerischen
Genitivsumerischensumerischensumerischensumerischen
Dativsumerischensumerischensumerischensumerischen
Akkusativsumerischensumerischesumerischessumerischen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Museumsübung liegen Abbildungen verschiedener Keilschrifttafeln vor. Ein Schüler nennt alle Texte sumerisch. Die Gruppe korrigiert: Erst die sprachliche Bestimmung zeigt, welche Texte tatsächlich auf Sumerisch verfasst sind.

Das sichtbare Schriftsystem bestimmt nicht automatisch die Sprache. Vergleichbar können auch unterschiedliche moderne Sprachen dieselben Grundbuchstaben verwenden.

Die Sprache einer echten Tafel muss fachlich bestimmt werden. Die Übung ersetzt keine Entzifferung und behauptet keine Übersetzung eines konkreten antiken Textes.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.