teilhaftig

Teilhaftig bedeutet in gehobener Sprache an etwas Anteil habend oder in den Genuss von etwas gelangend. Häufig steht es in der Verbindung einer Sache teilhaftig werden.

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Was bedeutet teilhaftig?

Wer einer Auszeichnung oder Unterstützung teilhaftig wird, erhält daran Anteil beziehungsweise kommt in ihren Genuss. Die Formulierung klingt feierlich oder altertümlich. In Alltagstexten sind „erhalten“, „erleben“ oder „daran teilhaben“ oft verständlicher.

Der Zusammenhang legt fest, worin der Anteil besteht. Teilhaftig bedeutet nicht notwendig, dass etwas als Gegenstand besessen wird. Auch Anerkennung, eine Erfahrung oder ein gemeinsames Glück können gemeint sein.

Eigene Beispiele mit Erklärung

  • „Sie wurde der erhofften Anerkennung teilhaftig.“ Die gehobene Wendung bedeutet, dass ihr Anerkennung zuteilwurde.
  • „Die ganze Gruppe wurde dieser Freude teilhaftig.“ Mehrere Personen hatten an der Freude Anteil.
  • „Im heutigen Bericht steht erhielt Unterstützung statt wurde der Unterstützung teilhaftig.“ Die Umschreibung verändert das Register, nicht die Kernaussage.

Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse

Beteiligt kann auch eine aktive Mitwirkung bezeichnen. Teilhaftig betont häufig eher den empfangenen Anteil.

Teilweise ist keine Entsprechung: Es bedeutet zum Teil und hat eine andere grammatische Funktion.

Schreibweise und Grammatik

Die Verbindung verlangt gewöhnlich einen Genitiv: der Freude teilhaftig werden. Teilhaftig steht meist prädikativ; die Form wird dann nicht an Person oder Zahl angepasst.

Steigerung

Eine gewöhnliche Steigerung ist nicht üblich. Bei einem größeren Anteil ist „mehr daran teilhaben“ oder die konkrete Beschreibung des Anteils verständlicher.

Beugung im Überblick

Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.

Starke Beugung · ohne Artikel
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativteilhaftigerteilhaftigeteilhaftigesteilhaftige
Genitivteilhaftigenteilhaftigerteilhaftigenteilhaftiger
Dativteilhaftigemteilhaftigerteilhaftigemteilhaftigen
Akkusativteilhaftigenteilhaftigeteilhaftigesteilhaftige
Schwache Beugung · nach der, die, das
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativteilhaftigeteilhaftigeteilhaftigeteilhaftigen
Genitivteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigen
Dativteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigen
Akkusativteilhaftigenteilhaftigeteilhaftigeteilhaftigen
Gemischte Beugung · nach ein/eine, im Plural nach keine
FallMaskulin, SingularFeminin, SingularNeutrum, SingularPlural, alle Genera
Nominativteilhaftigerteilhaftigeteilhaftigesteilhaftigen
Genitivteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigen
Dativteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigenteilhaftigen
Akkusativteilhaftigenteilhaftigeteilhaftigesteilhaftigen

Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.

Die Verwendung an einem Beispiel verstehen

Erfundenes Beispiel: Ein erfundener Schüler überträgt einen feierlichen Erzähltext in heutige Alltagssprache. Die Wendung betrifft die Freude einer Dorfgemeinschaft.

Aus „Sie wurden der Freude teilhaftig“ wird: „Auch sie durften sich mitfreuen.“ Die feierliche Form weicht einer unmittelbaren Formulierung.

Die Umschreibung richtet sich nach dem konkreten Zusammenhang. Ein pauschales Ersetzen durch besitzen würde die gemeinte gemeinsame Erfahrung verfehlen.

Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.