thermophil
Thermophil bedeutet wärmeliebend: unter vergleichsweise warmen Bedingungen besonders gut lebend oder gedeihend. Der Ausdruck wird in der Biologie verwendet.
Was bedeutet thermophil?
Thermophil begegnet bei Pflanzen, Tieren und besonders häufig bei Mikroorganismen. Der passende Temperaturbereich hängt vom untersuchten Organismus und vom Fachzusammenhang ab. Eine thermophile Pflanzengesellschaft und thermophile Mikroorganismen dürfen deshalb nicht nach einer einzigen ungeprüften Temperaturgrenze beurteilt werden.
Der Ausdruck bezeichnet eine ökologische oder physiologische Eigenschaft. Er sagt nicht, dass ein Lebewesen beliebig große Hitze erträgt oder ohne Wasser auskommt. Auch ein nur kurzzeitiges Überleben hoher Temperaturen ist etwas anderes als gutes Wachstum unter diesen Bedingungen.
Eigene Beispiele mit Erklärung
- „Die Kartierung beschreibt eine thermophile Pflanzengesellschaft an einem warmen Hang.“ Der Begriff charakterisiert die Wärmeansprüche im ökologischen Zusammenhang.
- „Der Versuch untersucht den bevorzugten Temperaturbereich thermophiler Mikroorganismen.“ Die konkrete Temperatur muss gemessen beziehungsweise fachlich bestimmt werden.
- „Thermophil beschreibt hier günstige Lebensbedingungen, nicht bloß das Überstehen einer kurzen Erwärmung.“ Wachstum und kurzfristige Widerstandsfähigkeit werden unterschieden.
Bedeutungsunterschiede und typische Missverständnisse
Wärmeliebend ist die verständliche deutsche Umschreibung.
Xerophil betrifft die Bevorzugung trockener Lebensbedingungen. Wärme und Trockenheit können zusammentreffen, bezeichnen aber verschiedene Umweltfaktoren.
Schreibweise und Grammatik
Man schreibt thermophil, mit th am Anfang und ph im zweiten Bestandteil: thermophile Arten, ein thermophiler Organismus.
Steigerung
Die Formen thermophiler – am thermophilsten sind möglich, wenn Wärmeansprüche verglichen werden. Bei einer festen fachlichen Gruppeneinteilung verwendet man gewöhnlich die Grundform und nennt die Kriterien.
Beugung im Überblick
Die Tabellen zeigen die Grundstufe vor einem Nomen. Die hervorgehobene Endung richtet sich nach Artikel, Fall, Geschlecht und Zahl. Bei der gemischten Beugung steht im Plural beispielsweise keine oder meine; ein hat keinen Plural.
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | thermophiler | thermophile | thermophiles | thermophile |
| Genitiv | thermophilen | thermophiler | thermophilen | thermophiler |
| Dativ | thermophilem | thermophiler | thermophilem | thermophilen |
| Akkusativ | thermophilen | thermophile | thermophiles | thermophile |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | thermophile | thermophile | thermophile | thermophilen |
| Genitiv | thermophilen | thermophilen | thermophilen | thermophilen |
| Dativ | thermophilen | thermophilen | thermophilen | thermophilen |
| Akkusativ | thermophilen | thermophile | thermophile | thermophilen |
| Fall | Maskulin, Singular | Feminin, Singular | Neutrum, Singular | Plural, alle Genera |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | thermophiler | thermophile | thermophiles | thermophilen |
| Genitiv | thermophilen | thermophilen | thermophilen | thermophilen |
| Dativ | thermophilen | thermophilen | thermophilen | thermophilen |
| Akkusativ | thermophilen | thermophile | thermophiles | thermophilen |
Die Grundregeln findest du im Überblick zu Adjektiven und ihrer Beugung.
Die Verwendung an einem Beispiel verstehen
Erfundenes Beispiel: In einer erfundenen Biologieauswertung werden zwei Arten nach ihren bevorzugten Temperaturen verglichen. Die wärmer wachsende Art wird als thermophiler beschrieben.
Der Vergleich betrifft den bevorzugten Temperaturbereich. Er beweist nicht, dass die Art auch gegenüber Trockenheit widerstandsfähiger ist.
Die Erklärung beschränkt das Fachwort auf den tatsächlich untersuchten Faktor und vermeidet eine unbelegte Verallgemeinerung.
Weitere passende Wörter findest du in der Adjektivliste mit Suche, Filtern und Wortauswahl.
